Aura an der Saale
Fischereiverband

Goldene Ehrennadel für Ernst Frank

Der Fischereiverband Unterfranken e.V. ehrte langjährige Mitglieder. Beim Ehrungsnachmittag am 4. November in Retzbach dankte Präsident Thomas Hartmann für 40-, 50- und sogar 65-jährige Verbandstreue....
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Ernst Frank aus Aura gehört seit vielen Jahren der Hegefischereigenossenschaft Mittlere Saale an. Dazu gratulieren (von links) Vizepräsident Kurt Fröhlich, Präsident Thomas Hartmann und Peter Komenda (Obmann der Hegegenossen/rechts).  Foto: Nina Grünsfelder/Fischereiverband
Ernst Frank aus Aura gehört seit vielen Jahren der Hegefischereigenossenschaft Mittlere Saale an. Dazu gratulieren (von links) Vizepräsident Kurt Fröhlich, Präsident Thomas Hartmann und Peter Komenda (Obmann der Hegegenossen/rechts). Foto: Nina Grünsfelder/Fischereiverband

Der Fischereiverband Unterfranken e.V. ehrte langjährige Mitglieder. Beim Ehrungsnachmittag am 4. November in Retzbach dankte Präsident Thomas Hartmann für 40-, 50- und sogar 65-jährige Verbandstreue. Sein besonderer Dank galt denjenigen, die ihr fischereiliches Wissen an die nächsten Generationen weitergeben und somit "das Feuer für die Fischerei immer wieder neu entfachen."

Als Dank für langjährige Treue zum Verband wurden Ehrennadeln für 40- und 50-jährige Mitgliedschaft verliehen. Ein ganz besonderes Jubiläum feierte Ernst Frank aus Aura. Er gehört dem Fischereiverband seit 65 Jahren an. Dafür erhielt er die Goldene Ehrennadel mit Urkunde und ein Präsent. Seine Fischerkollegen spendeten dazu einen großen Applaus. Seit vielen Jahren gehört Frank zudem der Hegefischereigenossenschaft Mittlere Saale an, die sich intensiv um den Fischbestand in ihrem Gewässer bemüht.

Mehr als 12 000 Mitglieder

In seiner Begrüßungsrede umriss der Präsident die Arbeit des Verbandes. Man wolle Dienstleister sein, zum Nutzen der mehr als 12 000 Mitglieder, so Hartmann. Unter dem Dach des Fischereiverbands Unterfranken sind rund 11 000 Angelfischer vereint mit Berufs- und Nebenerwerbsfischern, zum Teil in traditionsreichen Fischerzünften am Main organisiert, sowie Hegefischereigenossenschaften und Fischereirechtsinhabern an den Nebengewässern, Teichwirten, Forellenzüchtern sowie Gewässerbewirtschaftern und nicht zuletzt der Fischerjugend Unterfranken. Dass es zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen im Verband Reibung gibt, sieht Hartmann als normal an. Dass aber die Fachgruppen dennoch sehr konstruktiv zusammenarbeiten, freut ihn umso mehr. Seit Einführung eines Delegiertensystems vor zwei Jahren könne sich keine Fachgruppe mehr über die Interessen der anderen hinwegsetzen. Insgesamt bewege sich der Verband "in ruhigem Fahrwasser", so der Präsident.

Hege und Pflege der Bestände

Der Verband ist als Naturschutzorganisation anerkannt. Dass die Fischerei trotz dieses Status auch angreifbar ist, wollte Hartmann nicht unerwähnt lassen. Hauptaufgabe der Fischerei sei die Hege und Pflege der Fischbestände. Wer sich beim Fischfang am Gewässer nicht regelgerecht und tiergerecht verhalte, riskiere enormen Ärger. Im Weiteren ging der Präsident auf eine Reihe aktueller Aufgabenstellungen des Verbandes ein. So werde die ungebremste Ausbreitung von Biber und Fischotter zu einem Problem. Darüber hinaus gebe es zahlreiche Konflikte mit verschiedensten Wassernutzern, vor allem im Bereich der Freizeit-Aktivitäten auf den Flüssen. Ein lange währender Streit mit den Kraftwerksbetreibern am Main scheint sich dagegen nach und nach zu entspannen. Immer bessere Ideen für Fischaufstiegshilfen würden entwickelt und getestet. An dem neuesten Kraftwerk in Obernau am Main sei eine Konstruktion mit variabler Holzbarriere statt Beton recht vielversprechend. Hartmann: "Uns kommt es nicht auf Entschädigungszahlungen an, wir wollen optimale Lebensbedingungen für unsere heimischen Fische." Dies sei auch der Grund für einen Beitritt des Verbands zum "Wasserpakt Bayern" gewesen. red



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