Bamberg

"Glücksfall für Bamberg"

Melanie Huml (CSU) bleibt Gesundheitsministerin in Bayern.
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Gruppenbild während der Vereidigung von Ministerin Melanie Huml im Bayerischen Landtag  Foto: Bayerischer Landtag/Rolf Poss
Gruppenbild während der Vereidigung von Ministerin Melanie Huml im Bayerischen Landtag Foto: Bayerischer Landtag/Rolf Poss

Die Bamberger Landtagsabgeordnete Melanie Huml (CSU) soll auch in Zukunft das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege als Staatsministerin führen. So hat es Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Landtag vorgeschlagen.

Freude im Rathaus

"Im Namen der gesamten Bamberger CSU-Familie gratuliere ich Melanie Huml zur Wiederberufung zur Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege. Es ist ein Glücksfall für die Stadt und die Region Bamberg, dass unsere Stadt weiterhin am Kabinettstisch in München vertreten ist", sagte gestern der CSU-Kreisvorsitzende, Zweiter Bürgermeister Christian Lange.

Seit 2013 leitet die approbierte Ärztin Melanie Huml als Staatsministerin das damals neu gegründete Bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium. Im Freistaat aber auch auf Bundesebene habe sie zentrale Fortschritte erreichen können, berichtet Huml. Die 43-Jährige verweist beispielsweise auf das Förderprogramm zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum und die im Berliner Koalitionsvertrag vereinbarten Verbesserungen für Pflegekräfte bei Arbeitsbedingungen und Bezahlung.

Im Jahr 2003 wurde Huml zum ersten Mal in den Bayerischen Landtag gewählt. 2007 ernannte sie der damalige Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein zur Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen. Auch unter dem neuen Ministerpräsidenten Horst Seehofer wurde sie 2008 wieder als Staatssekretärin, allerdings ins Ministerium für Umwelt und Gesundheit, berufen. Im Oktober 2013 wurde sie als Ministerin des neuen Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vereidigt. 2017 wurde Huml zur stellvertretenden CSU-Parteivorsitzenden gewählt.

"Ich freue mich sehr, dass ich weiter dafür Sorge tragen darf, in Bayern eine menschliche und moderne Gesundheits- und Pflegepolitik zu gestalten. Wer krank oder pflegebedürftig ist, soll bei uns auf eine optimale und wohnortnahe Versorgung vertrauen können. Dabei müssen wir uns auch um die Menschen kümmern, die beruflich im Gesundheits- und Pflegebereich tätig sind", betonte Huml nach ihrer neuen Vereidigung gestern in München.

Inhaltlich orientieren sich die im Koalitionsvertrag vereinbarten Leitlinien an Humls bisherigen Zielen. "Im Gesundheitsbereich wollen wir unter anderem Kommunen stärker in die Gesundheitsversorgung einbeziehen, mehr Ärzte für den ländlichen Raum gewinnen, Apotheken vor Ort erhalten und die Investitionen in Krankenhäuser auf Rekordniveau fortsetzen", kündigt die Gesundheitsministerin an und ergänzt: "Wir sorgen auch für gute Pflege. Zum Beispiel wollen wir eine heimatnahe Pflegeplatzgarantie einführen, die Zahl der Pflegeplätze deutlich ausbauen, pflegende Angehörige entlasten und ein Fachkräfteprogramm starten." Am Landespflegegeld halte die neue Staatsregierung ebenfalls fest, so Huml.

Außerdem möchte sie dafür sorgen, dass auch die Region Bamberg im Gesundheits- und Pflegebereich optimal aufgestellt ist. Der Koalitionsvertrag sieht die Errichtung eines neuen Kinder- und Jugendhospizzentrums in Bamberg vor. red



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