Priesendorf
priesendorf.inFranken.de  Ansprachen, Ehrungen und viel Anerkennung für ehrenamtliches Engagement gab es beim Neujahrsempfang.

Glückliche Gesichter in Priesendorf

Zum nun schon zehnten Mal lud die politische Gemeinde Priesendorf zum Neujahrsempfang ins Gemeindezentrum im Kulm ein. Bürgermeisterin Maria Beck (CSU) begrüßte zu diesem Anlass nicht nur die Ehrengäs...
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Im wahrsten Wortsinne ausgezeichnete Dirigenten des Musikvereins Priesendorf (von links): Erste Bürgermeisterin Maria Beck, Jutta Diroll, Christina Renner, Jürgen Sperber, Zweiter Bürgermeister Hans-Peter Prämaßing Foto: p
Im wahrsten Wortsinne ausgezeichnete Dirigenten des Musikvereins Priesendorf (von links): Erste Bürgermeisterin Maria Beck, Jutta Diroll, Christina Renner, Jürgen Sperber, Zweiter Bürgermeister Hans-Peter Prämaßing Foto: p

Zum nun schon zehnten Mal lud die politische Gemeinde Priesendorf zum Neujahrsempfang ins Gemeindezentrum im Kulm ein. Bürgermeisterin Maria Beck (CSU) begrüßte zu diesem Anlass nicht nur die Ehrengäste - unter ihnen Dekan Albert Müller, Pfarrer i. R. Ewald Thoma, Andrea Friedrich, Theresa Schwarzmann, Ehrenbürger Willi Tröster, alle Gemeinderäte und Vereinsvorstände sowie die Vorsitzenden der Feuerwehren -, sondern sie hieß auch alle herzlich willkommen, die sich im vergangenen Jahr ehrenamtlich in der Gemeinde Priesendorf engagiert hatten. Denn schließlich sei es ein Verdienst der Ehrenamtlichen, dass in dieser Gemeinde ein reiches kulturelles Leben möglich sei und dass sich jeder angenommen und willkommen fühlen könne. Daher sei es eine schöne Tradition, am Beginn eines neuen Jahres zurückzublicken und sich für die ehrenamtlich geleistete Arbeit zu bedanken.

Besondere Erwähnung verdiente hier auch Gemeinderat Manfred Dütsch, der sich jetzt auch schon zum 10. Mal um die Organisation der Bewirtung der Gäste im Anschluss an die Feierstunde gekümmert hat.

Ein Neujahrsempfang bietet ja immer die Gelegenheit zum Rückblick auf das vergangene Jahr. Und rückblickend bewertete Bürgermeisterin Beck das Jahr 2018 als recht gelungen: Trotz des relativ kleinen Haushalts, über den die Gemeinde verfügt, gelang es - wie schon in den Jahren davor - die Pro-Kopf-Verschuldung weiter zu reduzieren. Sie liegt jetzt mit etwa 350 Euro deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Dies war möglich, obwohl in der Gemeinde auch einige größere Projekte realisiert wurden, allen voran die Sanierung der Schindsgasse, die ohne Umlage der Kosten auf die Anwohner möglich war. Auch wurde ein Grundstück im Umfeld des Friedhofs erworben, um in Zukunft Flächen für den Bau einer Aussegnungshalle zur Verfügung zu haben. Als große Projekte, die in der nahen Zukunft auf die Gemeinde zukommen, nannte die Bürgermeisterin vor allem die Sanierung der Schulturnhalle sowie die Planung neuer Baugebiete in Priesendorf und Neuhausen.

Dekan Albert Müller, der als Pfarradministrator auch für die Kirchengemeinde St. Bartholomäus Priesendorf zuständig ist, hielt die Neujahrsansprache. Er verwies zwar darauf, dass es in Deutschland seit den Zeiten Bismarcks eine Trennung von Staat und Kirche gibt, dass diese Trennung aber so konsequent gar nicht praktiziert werde. Und das müsse ja auch gar nicht sein, denn wenn man sich auch in der politischen Gemeinde bei den anstehenden Entscheidungen vom Geist der Nächstenliebe leiten ließe, dann wäre unsere Welt sicher ein freundlicherer Ort.

Auf die katholischen Christen in Priesendorf kommen in naher Zukunft gewisse Veränderungen zu, berichtete Dekan Müller, denn der Seelsorgebereich St. Marien im Steigerwald wird mit anderen Gemeinden zusammengelegt, bis er schließlich so groß sein wird wie das jetzige Dekanat Burgebrach. Bei all diesen Veränderungen sollte man sich aber nicht auf die Grenzen konzentrieren, sondern die Menschen ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen. Und in dieser Hinsicht, so Dekan Müller, haben Christen und Politiker (und im Grunde alle Bürger) etwas gemeinsam: nämlich ein gemeinsames Interesse daran und eine gemeinsame Verantwortung dafür, dass das Leben in der Gemeinde gelingt.

Wie in jedem Jahr wurden auch heuer Bürger geehrt, die sich durch ihr ehrenamtliches Engagement in den Vereinen ausgezeichnet haben. Besonderes Lob galt in diesem Jahr den Dirigenten der verschiedenen Orchester des Musikvereins Priesendorf. So wurde Thomas Wolf geehrt, der das Hauptorchester inzwischen bei Wertungsspielen in der Höchststufe antreten lässt. Und hierbei erhielt das Hauptorchester im letzten Jahr das Prädikat "mit Auszeichnung", das ist die höchste Wertung, die überhaupt bei einem Wertungsspiel möglich ist.

Entsprechend stolz zeigte sich Bürgermeisterin Beck, als sie darauf hinwies, dass der Musikverein in ganz Oberfranken bekannt und beliebt sei. Auch die Leistungen von Jutta Diroll, die das Schülerorchester dirigiert, und Andreas Müller, der das Jugendorchester leitet, wurden mit einer Urkunde gewürdigt. Beide erzielten mit ihren Ensembles in Wertungsspielen beachtliche Erfolge und beide sorgen dafür, dass das Hauptorchester keine Nachwuchsprobleme bekommt. Auch ein Ensemble für ältere Semester gab es bis vor kurzem im Musikverein: Für die Leitung der "Spätlese" wurde Christina Renner ausgezeichnet.

Weiterhin wurde Dominik Jaud geehrt, der zehn Jahre lang des Amt des ersten Kerwas-Bürgermeisters innehatte. Inzwischen wurde er von Peter Jungkunz abgelöst, der dieses Amt seit zwei Jahren versieht. Beide, so hob Bürgermeisterin Beck in ihrer Laudatio hervor, halten zum Teil sehr alte Tradition am Leben und sie pflegen freundschaftliche Beziehungen zu den Nachbargemeinden: Schließlich würden zur Priesendorfer Kerwa Gäste aus teils weiter entfernten Gegenden anreisen.

Eine Veranstaltung wie der Neujahrsempfang erhält natürlich erst durch Musik den ihr gebührenden festlichen Rahmen. In diesem Jahr erfreute das Horn-Ensemble des Musikvereins Priesendorf unter der Leitung von Vereinsvorstand Jürgen Sperber die Gäste mit einigen Stücken. Frank Scholz



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