Lichtenfels

"Glory Hallelu" in der Pfarrkirche

Der Kronacher Gospelchor präsentierte einen bunten Mix aus traditionellen Gospels und Popsongs.
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Der Gospelchor Kronach unter der Leitung von Christiane Stömer-Rauh erfreute das Publikum in der voll besetzten Pfarrkirche Heilige Familie mit einer Mischung von Gospelsongs, Spirituals sowie weihnachtlichen Liedern und Popmusik. Foto: Alfred Thieret
Der Gospelchor Kronach unter der Leitung von Christiane Stömer-Rauh erfreute das Publikum in der voll besetzten Pfarrkirche Heilige Familie mit einer Mischung von Gospelsongs, Spirituals sowie weihnachtlichen Liedern und Popmusik. Foto: Alfred Thieret

Mit einem breiten Repertoire von Gospels bis Popsongs beeindruckte der Gospelchor Kronach die etwa 400 Zuhörer bei seinem Neujahrskonzert in der Pfarrkirche Heilige Familie, dem auch Pfarrer George Thottankara beiwohnte.

Der aus 30 Mitgliedern bestehende Chor, der im vergangenen Jahr sein 25-jähriges Bestehen feierte, gestaltete bereits mehrere Konzerte in den beiden Lichtenfelser Pfarrkirchen sowie in Schney, schließlich wohnt die von Anfang an amtierende, verdienstvolle Chorleiterin Christiane Stömer-Rauh in dem Lichtenfelser Ortsteil.

Stadtpfarrer singt mit

Auch der Lichtenfelser Stadtpfarrer Roland Neher, der als begeisterter und ausgezeichneter Sänger bekannt ist, gehört schon seit 20 Jahren dem Chor an. Das Konzert, das der Vorsitzende Matthias Simon zusammen mit Birgit Kestel moderierte, wurde mit drei Gospelsongs eingeleitet. Mit "A Gospel Noel", einem der schönsten weihnachtlichen Gospelhymnen erinnerten die Chormitglieder mit freudigen Stimmen an die Geschehnisse der Heiligen Nacht, während sie gleich darauf ein jubelndes "Glory Hallelu" folgen ließen und mit dem eindringlichen afroamerikanischen Spiritual "Go, tell it on the mountain" die Geburt von Jesus Christus über alle Berge hinweg verkündeten.

Beeindruckend war das zu Herzen gehende amerikanische Weihnachtslied vom "Little Drummer Boy", der dem Jesuskind wegen seiner Armut zwar kein Geschenk bringen konnte, aber mit seinem Trommelspiel vom neu geborenen Kind mit einem Lächeln belohnt wurde. Den Trommeljungen verkörperte musikalisch Florian Jungkunz.

Dann interpretierte der Chor mit "A Star is Shining Tonight" ein weihnachtliches Lied des bekannten Oslo-Gospel-Choir. Es erzählt vom Stern von Bethlehem, der einst den drei Weisen aus dem Morgenland den Weg zur Krippe nach Bethlehem zeigte. Als Solisten ragten Matthias Simon und Fabienne Heinritz (beide Gesang) sowie Elisabeth Kestel (Saxophon) heraus.

Lobgesang auf Allmacht Gottes

Sehr rhythmisch ging es mit zwei weiteren Gospels des norwegischen Chors weiter, die die Besucher zum Mitklatschen animierten. "Born Again" berichtete davon, wie das Leben als Christ einen Menschen positiv verändern kann und "Glory to God Almighty" stellte einen Lobgesang auf die Allmacht Gottes dar, wobei Michael Schneider bzw. Klaus Förtsch sehr eindrucksvoll einen Solopart übernahmen.

Während die Leiterin Christiane Stömer-Rauh die Lieder üblicherweise mit dem Keyboard begleitete, trug der Chor die beiden nächsten Lieder mit großer Innigkeit a cappella vor. Der Spiritual "Wade in the water" aus dem 19. Jahrhundert, den die Sklaven zur Verständigung bei der Organisierung ihrer Flucht sangen, bezieht sich auf den im Alten Testament genannten Auszug der Israeliten aus Ägypten, während der afroamerikanische Spiritual "I've got Peace like a River in my Soul" durch seinen friedfertigen und von Liebe erfüllten Text und die mitreißende Melodie das Publikum in seinen Bann zog. Bei "Put your Hand", einem Spiritual neuerer Art, das die Menschen einladen will, ihr Leben an Gott auszurichten und das durch die amerikanische Gruppe "Ocean" 1971 Eingang in die Hitparaden fand, waren Interpreten und Besucher von dem eingängigen Song so beeindruckt, dass sie im Rhythmus der Melodie gemeinsam mitklatschten.

Dieser Song leitete in die Welt der Popmusik über. Der Gospelchor sang die eindringliche Friedenshymne "Imagine" (Solo: Katharina Lurz) von John Lennon, die Popballade "Beautiful" (Solo: Sophia Malter) von Christina Aguilera, den Song "You Raise Me Up" des Norwegers Rolf Lovland und den Nummer-ein-Hit "Man in the Mirror" (Solo: Christin Neder-Brown) aus dem Jahr 1988 von Michael Jackson.

Es gelang den Sängern vom ersten Lied an, ihre Freude an der Gospelmusik und am tieferen Inhalt der Lieder auf die Zuhörer zu übertragen, die sich genauso hingebungsvoll im Rhythmus der Songs bewegten wie die Chormitglieder. Den Schlussakkord setzten die Chormitglieder mit dem Gospel-Song "Oh happy Day", der mit seinem Titel das zum Ausdruck brachte, was die Besucher erlebten, nämlich einem wundervollen Abend.

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