Forchheim

Glitzer-glitzer und bling-bling...

... Himmelswerkstatt ist genau ihr Ding. Mehr als 150 Kinder durchliefen am Samstag die acht Stationen in der Innenstadt.
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Hochbetrieb im Modehaus Schick. Schon nach der Hälfte der Zeit waren mehr als zwei Drittel der Stofftaschen vergriffen und fantasievoll verziert. Fotos: Barbara Herbst
Hochbetrieb im Modehaus Schick. Schon nach der Hälfte der Zeit waren mehr als zwei Drittel der Stofftaschen vergriffen und fantasievoll verziert. Fotos: Barbara Herbst
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Johannes Höllein Die Lostrommel am Info-Stand des Fränkischen Tages platzt kurz vor der Verlosung am frühen Samstagabend aus allen Nähten. Etwa 150 Mädchen und Jungen, die bei der 19. Himmelswerkstatt des FT mitgemacht haben, schaffen es rechtzeitig auf den Rathausplatz, um - direkt unter dem riesigen Christbaum der Stadt - ihren Teilnahmeschein noch abzugeben und auf den Hauptgewinn hoffen zu können. Davor haben sie drei Stunden lang gebastelt, gemalt, geklebt und gedruckt was das Zeug hält, ihrer Kreativität freien Lauf gelassen, Mama und Papa auf Trab gehalten.

Viel Farbe verhilft zu echtem Glanz

Mia Neudecker (8), die auch bei der Purzelgarde der Närrischen Siedler auf akkurate Ausführung achten muss, sitzt beim FT-Servicepoint im Tabakladen Hocke tief über eine Christbaum-Skizze gebeugt und verhilft dem tristen Umriss mit viel Farbe und Gespür zu echtem Glanz. Der neunjährige Felix Schmidt hat nicht so viel für die Malerei übrig. Bei Guido Häfner im Obergeschoss der Volksbank mit eigener Muskelkraft einen Weihnachtsengel auf Papier drucken, ist eher sein Ding.

Im Gewölbekeller der Kaiserpfalz brauchen die Zwillinge Ella und Felix (3) im Umgang mit Schere und Kleber noch etwas Anleitung ihrer Eltern, doch das Ergebnis - ein rosa und ein blauer Weihnachtsstern - kann sich sehen lassen. Im Modehaus Schick macht sich zur Halbzeit der 19. Himmelswerkstatt etwas Nervosität breit. Schon zwei Drittel der 160 Stofftüten, die es zu verzieren gilt, sind vergriffen, genau wie die Teilnahmezettel. Doch es kann Abhilfe geschaffen werden, alles geht gut.

Stefanie Milles ist erfahrene Himmelswerkstatt-Mama und hat heuer die Taktik erfolgreich geändert: "Der Andrang war letztes Jahr so groß, dass wir diesmal zuerst Engelslocken in der Stadtbücherei haben machen lassen", sagt die Wiesenthauerin zufrieden. Das Glitzerhaarspray lässt die Locken bei Tochter Jana besonders glänzen - da schauen sogar die drei Forchheimer Weihnachtsengel etwas neidisch. Und das, obwohl Ivanka, Judith und Johanna aufgabenbedingt aktuell selbst alle drei Tage beim Frisör vorbeischauen, um ihre Lockenpracht aufzuhübschen.

Nach drei Stunden Himmelswerkstatt sind aber auch die drei Engel rundum zufrieden, haben für viele Fotos posiert und den einen oder anderen Weihnachtswunsch zugeflüstert bekommen, den sie nun noch ans Christkind weiterleiten dürfen.

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