Reuth
Reuth.infranken.de  Bei der 26. Gedächtniswanderung nach Gößweinstein war ein Teilnehmerrekord zu verzeichnen.

Glaubensbekenntnis der besonderen Art

Die 26. Gedächtniswanderung der Reuther Dorfgemeinschaft fand in diesem Jahr unter dem Motto "Im Wandel der Zeit fest in Gotteshand" als ein aktives Glaubensbekenntnis der besonderen Art statt. Die Fu...
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Auch der Weisendorfer Bürgermeister Heinrich Süß, rechts, nahm den beschwerlichen Weg auf sich, links außen Alfred Vahrmann Foto: privat
Auch der Weisendorfer Bürgermeister Heinrich Süß, rechts, nahm den beschwerlichen Weg auf sich, links außen Alfred Vahrmann Foto: privat
Die 26. Gedächtniswanderung der Reuther Dorfgemeinschaft fand in diesem Jahr unter dem Motto "Im Wandel der Zeit fest in Gotteshand" als ein aktives Glaubensbekenntnis der besonderen Art statt. Die Fuß- und Radwallfahrt führte über eine 50 km lange Strecke zur prächtigen Wallfahrtsbasilika der Heiligen Dreifaltigkeit nach Gößweinstein.
Die Wanderung war ein nicht alltäglicher Weg durch die fränkische Heimat und Natur mit inspirierenden Wallfahrtsimpulsen, die sich die 30 Wanderfreunde und vier Radfahrer vornahmen. "Auf dem anspruchsvollen Weg und im Vertrauen auf Gott wurden die Anliegen, die Sorgen und Nöte, der Wallfahrer und deren Angehörige mitgenommen. Es was für alle wieder ein-mal ein erhebendes Erlebnis und bekennendes Glaubenszeugnis", erzählte Alfred Vahrmann.


Marienkapelle in der Nacht

Ausgangspunkt war die Reuther Marienkapelle. Unter dem Schutz der Mutter Gottes machte sich in der Nacht die erste Wandergruppe auf den anstrengenden Weg. Durch den Seebachgrund ging es entlang des Dechsendorfer Weihers und dem Main-Donau-Kanals nach Effeltrich. Nach der kurzen Rast ging es dann Richtung Walberla nach Mittelehrenbach. Dort fand in der Filialkirche St. Wendelin ein Gedächtnisamt statt.
Die Heilige Messe wurde im besonderen Rahmen und Gebetsgedenken an alle Verstorbenen der Ortschaft Reuth vom Weisendorfer Pfarrer Johannes Saffer zelebriert. In seiner Predigt stellte er das Motto "Im Wandel der Zeit" zusammenhängend mit der bedeutungsvollen Bibelstelle "Ich bin der, ich bin da" in den Vordergrund.
Danach wurde der schwierigere, aber schönere Teil des Weges mit den knackigen Anstiegen nach Wichsenstein bewältigt. Auf dem traditionellen Pilgerweg weiter nach Gößweinstein ist der "Lichtreiche Rosenkranz" ein wesentlicher Bestandteil der Wallfahrt und hilft zur Überwindung der letzten Anstrengungen. In dieser Gesinnung ist die Begeisterung in der Gruppe besonders spürbar zu erfahren.
Mit dem Gotteslobgesang "Sei gelobt und hochgepriesen" zu Ehren der Heiligsten Dreifaltigkeit und dem altfränkischen Mariengruß "Meerstern ich dich grüße" in der Wallfahrtbasilika sind am späten Nachmittag alle vorhergehenden Sorgen und leidvollen Strapazen vergessen und so manchem läuft ein kalter Schauer über den Rücken.
Das gemeinschaftliche Wandern und die offenen Bekenntnisse zum Christ sein werden den Charakter dieser ökumenischen Gruppe weiterhin prägen, und die alten fränkischen Wallfahrtstugenden für die nachfolgende Generation aufrechterhalten. Wer die üblichen Alltagssorgen einmal ablegen und von den Erlebnissen in der Gemeinschaft und Natur inspiriert werden möchte, der ist hier besonders gut aufgehoben. Sae
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