Bamberg
Diskussionsabend

Gibt es Alternativen zur Ausbeutung der Schöpfung?

Die Menschheit ernähren und die Schöpfung bewahren - schließt das eine das andere aus? Nicht weniger als sieben Referenten und Ko-Referenten werden bei einem öffentlichen kostenlosen Vortrags- und Dis...
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Die Menschheit ernähren und die Schöpfung bewahren - schließt das eine das andere aus? Nicht weniger als sieben Referenten und Ko-Referenten werden bei einem öffentlichen kostenlosen Vortrags- und Diskussionsabend am Freitag, 23. November, ab 19 Uhr im Bamberger Bistumshaus St. Otto (Heinrichsdamm 32) versuchen, die richtige Antwort auf das Motto des Abends zu finden.

Kann sich die Menschheit nur noch durch Ausbeutung der Schöpfung ernähren oder gibt es zukunftsweisende Alternativen für einen anderen Umgang mit der Schöpfung, und wenn ja, welches Umdenken erfordern sie? Wie lange können wir uns ein "weiter so wie bisher" noch leisten? Spätestens 2018, dem Jahr extremer Trockenheit, dürften diese Fragen auch bei uns in Franken brandaktuell geworden sein.

Die Referenten, die sich damit befassen werden, sind allesamt Experten auf ihrem Gebiet. Den Hauptvortrag wird Sarah Schneider aus Aachen halten. Sie ist Referentin für Landwirtschaft und Welternährung beim katholischen Hilfswerk Misereor und kennt die aktuelle Ernährungssituation sowohl in Deutschland als auch in den Ländern der südlichen Halbkugel.

Drei Abgeordnete werden das Veranstaltungsthema aus politischer Sicht beleuchten, nämlich Lisa Badum, ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit des Deutschen Bundestages und klimapolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die SPD-Politikerin Maria Noichl, ordentliches Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung des Europaparlaments sowie im Sonderausschuss für das Genehmigungsverfahren der EU für Pestizide, und der Kernphysiker, Sachbuchautor (Neuerscheinung: "Die Diktatur der Märkte") und ÖDP-Politiker Klaus Buchner, ordentliches Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Europaparlaments.

Sicht der Kirche und Landwirte

Aus kirchlicher Sicht wird Pater Roberto Turyamureeba aus Uganda, Comboni-Priester und Mitarbeiter im Referat Weltkirche des erzbischöflichen Ordinariats Bamberg, Stellung beziehen. Zu der Expertenrunde gehören schließlich auch der Hausarzt Rudolf Eckert (ernährungsmedizinische Sicht) und der Biolandberater und landwirtschaftliche Betriebsleiter des Klosterguts Abtei Maria Frieden in Kirchschletten, Andreas Schwab (landwirtschaftliche Sicht).

Aufgrund der breit gefächerten Besetzung der Referentenposten rechnen die Organisatoren (Umweltinitiativen "Naturschutz zum Mitmachen" und "Tage ohne Fleisch" sowie die Katholische Landvolkbewegung der Erzdiözese Bamberg) mit einem interessanten, aufschlussreichen Veranstaltungsabend und hoffen auf ein reges Interesse in der Bevölkerung.

Besucher können Fragen an die Referenten per E-Mail an info@naturschutz-zum-mitmachen.de auch vorweg einreichen. Diese Fragen werden in der Diskussion auch vorweg behandelt.

Passend zum Motto des Abends wird den ersten 40 Besuchern kostenlos ein einfacher, vegetarischer Imbiss (Fingerfood) angeboten. Ein warmes Abendessen kann vorbestellt werden. Eine Platzreservierung ist unter der Telefonnummer 09549-7489 möglich. red

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