Haßfurt

Gewerkschaft rügt Minijobs

Immer mehr unsichere Jobs, beklagt die Gewerkschaft: Rund 13 900 Menschen im Kreis Haßberge arbeiten in Teilzeit, Leiharbeit oder haben einen Minijob als al...
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Michael Groha
Michael Groha
Immer mehr unsichere Jobs, beklagt die Gewerkschaft: Rund 13 900 Menschen im Kreis Haßberge arbeiten in Teilzeit, Leiharbeit oder haben einen Minijob als alleiniges Einkommen. Damit ist der Anteil der sogenannten atypischen Beschäftigung an allen Arbeitsverhältnissen im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert von 42 Prozent gestiegen. Das kritisiert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf eine aktuelle
Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die die Entwicklung am Arbeitsmarkt im Kreis Haßberge seit dem Jahr 2003 untersucht hat. Damals lag die Quote atypischer Jobs noch bei 35 Prozent.
Der IG-BAU-Bezirkschef Michael Groha spricht von einem "Alarmsignal an die Politik: Es kann nicht sein, dass wir einerseits einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben, aber andererseits so viele Menschen in prekären Verhältnissen arbeiten", sagt Groha, wie aus einer Mitteilung der Gewerkschaft vom Dienstag hervorgeht. Hier sei grundsätzlich etwas in Schieflage geraten. Der unbefristete Vollzeit-Job müsse dringend wieder zum Normalfall werden, fordert die IG BAU Mainfranken.
Nach Angaben der Böckler-Stiftung hat im Kreis Haßberge besonders die Teilzeitbeschäftigung stark zugenommen: Arbeiteten 2003 noch etwa 3800 Erwerbstätige in Teilzeit, waren es 2016 den Angaben zufolge bereits rund 7100 - ein Anstieg von 86 Prozent. "Gegen die Teilzeit-Falle brauchen wir ein verbrieftes Rückkehrrecht in Vollzeit", ist Groha überzeugt. Auch bei Minijobs gibt es der Studie zufolge keine Entwarnung: Rund 6600 Menschen im Kreis Haßberge waren 2016 ausschließlich geringfügig beschäftigt. red
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