Zeil am Main

"Gesundheit höchstes Gut"

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr fand am Donnerstag der zweite Fachtag für betriebliches Gesundheitsmanagement im Rudolf-Winkler-Haus in Zeil statt.
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An vielen Infoständen regionaler und überregionaler Anbieter im betrieblichen Gesundheitsmanagement konnte man sich beim Fachtag in Zeil Impulse holen. Foto: Christian Licha
An vielen Infoständen regionaler und überregionaler Anbieter im betrieblichen Gesundheitsmanagement konnte man sich beim Fachtag in Zeil Impulse holen. Foto: Christian Licha

Organisiert von Benjamin Hermann, dem Geschäftsführer der "Gesundheitsregion plus", war der Fachtag "Betriebliches Gesundheitsmanagement" wieder eine wertvolle Hilfe für Firmen und Institutionen, die die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern möchten.

"Gesundheit ist das höchste Gut", lautete der Leitsatz, den Landrat Wilhelm Schneider als Vorsitzender der seit 2015 bestehenden "Gesundheitsregion plus" hervorhob. Mit bereits guter Resonanz verfolge man die Ziele, bedarfsgerechte Projekte und Maßnahmen zu initiieren und nachhaltige Netzwerke in der Region zu etablieren.

Mit einem gezielten betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) lassen sich die Mitarbeiter bei der eigenen Gesunderhaltung unterstützen, damit sie möglichst lange fit und mobil bleiben. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung oder genügend Entspannung bringen dabei nicht nur mehr Vitalität ins Privatleben der Beschäftigten, sondern beugen auch einem hohen Krankenstand vor. Darüber hinaus sind Mitarbeiter, die sich und ihre Arbeit wertgeschätzt fühlen, nachweislich produktiver.

Drei regionale Erfolgsgeschichten

Impulsvorträge zu drei regionalen Erfolgsgeschichten verdeutlichten die Praxis.

Anna Jopp, Personalreferentin bei der ESN Deutsche Tischtennis Technologie GmbH in Hofheim, erläuterte das BGM für die 220 Mitarbeiter. So gebe es zum Beispiel auch einen Arbeitskreis, der speziell für das Thema gegründet wurde. Regelmäßig treffe man sich dort und erarbeite Angebote für die Beschäftigten. So würden die Arbeitsplätze ergonomisch überprüft und Rückenfit-Kurse angeboten. Während der Arbeitszeit gebe es kostenlos Wasser und Obst, und jeden Monat erhielten die Mitarbeiter drei Gutscheine für eine Massage. Ebenfalls stehe ein betriebseigener Fitnessraum zur Verfügung, und ein jährlich stattfindender Gesundheitstag bilde den Höhepunkt.

Anders strukturiert ist die Rummelsberger Diakonie, die an diversen Standorten im Landkreis unterstützende Arbeit an Menschen mit Behinderung anbietet. Trotz der räumlichen Entfernung der einzelnen Mitarbeiter gebe es ein gut laufendes BGM, sagte Günter Schubert, Regionalleiter der Rummelsberger Dienste in Unterfranken. Neben Gesundheitstagen sorgten eine familienfreundliche und mitarbeiterkonforme Dienstplanung, zusätzliche Urlaubstage ab dem 50. Lebensjahr und weitere Maßnahmen für ein Wohlfühl-Arbeitsklima.

Wie das BGM auch in kleinen Betrieben umgesetzt werden kann, erläuterte Alexander Ambros anhand seiner Zahnarztpraxis. Hier arbeite man hervorragend mit dem Bewegungsraum Haßfurt zusammen. Eine Körperanalyse werde durchgeführt, der Ist-Zustand am Arbeitsplatz und Verbesserungsmöglichkeiten würden aufgezeigt. Es gebe Empfehlungen für eine individuelle Arbeitshaltung und Übungen während der Tätigkeiten. Auch würden Ausgleichsübungen während der Pausen angeboten.

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