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Ebern

Gesperrt für sechs Wochen

Die Ortsdurchfahrt in Maroldsweisach wird ab Montag zur Baustelle. Die Schäden an der Fahrbahn sind massiv. Vor allem der Schwerlastverkehr muss sich auf weite Umleitungsstrecken gefasst machen.
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Eine einschneidende Maßnahme haben die Bürger in Maroldsweisach, aber auch alle Verkehrsteilnehmer, die auf der B 279 weiter in Richtung Norden oder Süden fahren möchten, zu erwarten. Die Bundesstraße wird ab Montag, 23. September, für etwa sechs Wochen bis zum 2. November voll gesperrt sein. Später ist dann nochmals eine halbseitige Sperrung geplant. Über die Ankündigung des Staatlichen Bauamts Schweinfurt hat der FT berichtet. Die Kosten für den Ausbau der Straße sind mit etwa 550 000 Euro veranschlagt.

Die Sperrung ist seit längerem auch mit Schildern an den Ortseingängen angekündigt, damit Verkehrsteilnehmer, welche die Strecke regelmäßig befahren, schon einmal "vorgewarnt" sind. Die Maßnahme sorgt für Gesprächsstoff in der Marktgemeinde. Ist sie wirklich nötig?

Die Fahrbahn der B 279 in Maroldsweisach weist Schäden auf, was sich deutlich am Geräuschpegel zeigt. Bürgermeister Wolfram Thein sagt: "Es ist schon lange gewünscht, dass die Ortsdurchfahrt gemacht wird, um vorhandene Schäden zu beheben. Es sind Schlaglöcher vorhanden, die in Verbindung mit dem nicht unerheblichen Güterverkehr mit Lastautos einen enormen Lärmpegel für die Anlieger zur Folge haben."

Ohne Vollsperrung gehe es wohl nicht, diese könne jedoch die Bauzeit deutlich verkürzen. "Der Schwerlastverkehr muss weiträumig umgeleitet werden, aber das lässt sich nicht verhindern", sagt der Bürgermeister.

Die Umleitung wird über Ermershausen und Hofheim zurück zur B 279 führen. "Sicher wird es etwas dauern, bis sich die Leute und Speditionen daran gewöhnt haben. Aber zu lange ist es auch nicht", sagt Thein.

Von Vorteil werde der Ausbau für die Anlieger sein, die dann weit weniger durch Verkehrslärm belästigt werden. "Absprachen mit dem Straßenbauamt sind getroffen; sollten infolge der Umleitung auf den Nebenstrecken Schäden entstehen, so sind diese wieder zu beheben", so der Bürgermeister.

Der Senior im Gemeinderat von Maroldsweisach, Günter Freß (FW), sieht es ähnlich: "Die Vollsperrung ist ein Problem für die Anlieger, auch für uns Unternehmer, aber es ist leider nicht anders möglich. Es ist wichtig, dass die Straße unbedingt gebaut wird." Wenn man am Rathaus steht, höre man, was für einen Krach die Lkw machen, wenn sie über Straßenschächte und die Schieber der Hydranten fahren. "Auch wenn es schwierig für alle ist, werden wir die paar Wochen der Vollsperrung überstehen", sagt Freß. "Die Leute werden sich daran gewöhnen."

Es sei notwendig, auch den Anschluss Richtung Allertshausen auszubessern, da die Straße dort ebenfalls sehr mitgenommen sei. "Für mich ist es wichtig, dass alles möglichst schnell über die Bühne geht. Mit Protesten aus der Bevölkerung rechne ich nicht", erklärt Freß, auch wenn es innerorts Probleme mit Schulbussen oder Fahrten zum Kindergarten geben werde.

Antje-Karin Dommach wohnt im Gemeindeteil Birkenfeld an der Hauptstraße, wohin der Verkehr zum Teil umgeleitet wird. Die Anwohnerin zeigt sich überrascht von der Nachricht, dass in Maroldsweisach gesperrt werden soll. "Davon habe ich noch nichts gehört. Man erfährt ja hier von niemandem etwas. Aber was sein muss, muss sein." Sie macht sich, wie sie sagt, weiter keine Gedanken, wenn für einige Zeit mehr Autos durch Birkenfeld fahren.

Gemeinderatsmitglied Heidi Müller-Gärtner (JCU) sagt, die Ortsdurchfahrt sei vor allem im Bereich der Ampel und an der Abzweigung Allertshausen stark mitgenommen. Damit die Arbeiten zügig erfolgen können, sei die Sperrung nötig. "Ich denke, das werden auch die Anlieger verstehen, wenngleich sie wohl etwas verunsichert sind, was da auf sie zukommt." Die CSU-Bürgermeisterkandidatin erwartet deshalb in Maroldsweisach einige Verkehrsprobleme: "Aber das muss man in Kauf nehmen, wenn man eine neue Straße haben möchte."

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