Steinwiesen

Geschenke gibt's auch für den Nikolaus

Der "Nikolaus on Tour" zaubert nicht nur ein Lächeln auf die Gesichter von Kindern, sondern generiert durch seine Auftritte auch Geld für die "Humanitäre Hilfe für Menschen in Not". Dieses Jahr wird der Verein von unserer Aktion "Franken helfen Franken" unterstützt.
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Für jedes Kind, das sich seine Geschenke abholte, hatte Tom Sauer als Nikolaus ein gutes Wort parat.  Foto: Susanne Deuerling
Für jedes Kind, das sich seine Geschenke abholte, hatte Tom Sauer als Nikolaus ein gutes Wort parat. Foto: Susanne Deuerling
Susanne Deuerling

Ganz leise klingt Gitarrenmusik durch den Raum, die Kerzen auf dem Boden flackern im Windzug und die Kinder des Steinwiesener Kindergartens St. Marien blicken gespannt zur Tür - durch die gleich der Nikolaus schreiten soll. Und da kommt er schon.
Mit dem Hirtenstab in der Hand, der Bischofsmütze auf dem Kopf und dem markanten roten Umhang auf den Schultern tritt er in die Turnhalle des Kindergartens. Mit einem Lied "Sei gegrüßt, lieber Nikolaus" heißen die Kinder den heiligen Mann willkommen.


Der tiefere Sinn

Viele der Jungen und Mädchen wissen, dass es nicht der "richtige" Nikolaus ist, der da zu ihnen kommt. Trotzdem schauen sie ehrfürchtig zu ihm auf, als er rundherum geht und alle begrüßt.  
Tom Sauer geht in seiner Rolle als heiliger Nikolaus ganz und gar auf. Genauso liebevoll spricht er zu den Kindern, erzählt ihnen eine Geschichte, die immer einen tieferen Sinn hat. So wie an diesem (vorgezogenen) Nikolaustag. Er erzählt ihnen die Weihnachtsgeschichte ein klein wenig anders.
Da ist die Rede von Josef und Maria, die in keinem Gasthaus in Bethlehem ein Zimmer bekamen und in eine alte Hütte mit kaputtem Dach zogen. Außerdem von Hirten, denen Engel begegnet sind und die sich aufmachen wollen zum Kind. Sauer bezieht die Kinder in die Geschichte mit ein und so werden die Begriffe Engel, Hirten, Geschenke und vieles mehr von den Kindern ausgefüllt. Die Hirten suchen ihre Geschenke zusammen, da sind ein Apfel und eine Laterne. Aber der dritte Hirte hat nichts außer Stroh. Das will er dem Jesuskind mitbringen.
Die beiden anderen lachen ihn aus, aber er hat nichts anderes. Gemeinsam laufen sie zum Stall und bringen ihre Geschenke dem Kind. Einen Apfel für Maria mit vielen Vitaminen, eine Laterne für Josef, damit es in der Nacht nicht so dunkel ist und Stroh. Wofür ist das denn?
Doch Josef legt es in die Krippe, damit das Kind weicher liegen kann und er fragt sogar nach noch mehr Stroh, denn der Stall hat ein undichtes Dach und müsste dringend repariert werden. Und so helfen die drei Hirten dabei, das Dach mit Stroh zu decken.
So hat das einfache Geschenk viel Freude und Nutzen gebracht. "Das ist alles schon 2000 Jahre her. Die Hirten gingen wieder und nur die Engel blieben hier auf Erden. Jeder von euch trägt ein kleines Stück vom Engel in sich", sagte der Nikolaus ganz sanft.  


Kartons mit Sachspenden

Zum Schluss wurde noch gemeinsam gesungen, der Nikolaus spielte Gitarre und anschließend holten sich die Kinder die kleinen Geschenke, die die Helfer des Nikolaus, das Kindergartenteam, gepackt hatten.
 Aber auch Sauer ging nicht mit leeren Händen nach Hause. In den vergangenen Wochen hatten die Kinder und ihre Eltern für Tom Sauers Aktion "Humanitäre Hilfe für Menschen in Not" gesammelt, die heuer auch der Spendenverein der Mediengruppe Oberfranken "Franken helfen Franken" (siehe Infokasten) dieses Jahr unterstützt.
Die Einnahmen, die Sauer als Nikolaus einnimmt, kommen ebenfalls der "Humanitären Hilfe" zugute. Etliche Kartons voll mit Sachspenden, angefangen bei Lebensmitteln bis hin zu Schulheften und Spielzeug, die Spende der Kollekte vom St.-Martinstag sowie das Sparschwein mit insgesamt 280 Euro wechselten in den Bus des "Nikolaus on Tour". So wanderten viele Geschenke von den Spendern zum Nikolaus - und von dort bald zu bedürftigen Familien aus dem Kreis Kronach.


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