Haßfurt
90. geburtstag

Gertrud Koch vertraut auf Kräfte der Natur

"Leben und leben lassen", von diesem Motto hat sich Gertrud Koch ihr ganzes Leben lang leiten lassen. Am Montag feierte die Seniorin im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Bruno in Haßfurt ihren 90. Geb...
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Zum 90. Geburtstag von Gertrud Koch gratulierten auch die Urenkelkinder Fiona und Linus.  Foto: Christiane Reuther
Zum 90. Geburtstag von Gertrud Koch gratulierten auch die Urenkelkinder Fiona und Linus. Foto: Christiane Reuther

"Leben und leben lassen", von diesem Motto hat sich Gertrud Koch ihr ganzes Leben lang leiten lassen. Am Montag feierte die Seniorin im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Bruno in Haßfurt ihren 90. Geburtstag. Viele Gratulanten aus dem Familienkreis, darunter die jüngste noch lebende Schwester, waren aus Niedersachsen und dem Harz angereist, um das Geburtstagskind hochleben zu lassen. Unter den Geburtstagsgästen waren auch stellvertretender Landrat Oskar Ebert, Haßfurts Bürgermeister Günther Werner und Heimleiterin Heike Ehlert.

Gertrud Koch, eine geborene Kotzean, ist in Oberschlesien, einem heutigen Teil Polens, als eines von acht Kindern geboren worden und zunächst dort aufgewachsen. In den Kriegswirren wurde die Familie vertrieben und fand im Harz eine neue Bleibe. Dort heiratete Gertrud Koch ihren Mann Matthias, der bereits im Jahr 1967 an einem Kriegsleiden verstarb.

Dem jungen Ehepaar wurden Sohn Klaus und Tochter Gabriele geschenkt. Mittlerweile ist die Familie um acht Enkel und zehn Urenkel angewachsen.

1961 ist Gertrud Koch mit Ehemann und den beiden Kindern nach Coesfeld im Münsterland gezogen. Dort hat sie nach dem Tod des Ehemannes den neuen Lebenspartner Bernhard Klein kennengelernt. Mit ihm, der inzwischen auch verstorben ist, ist sie Anfang der 1970er Jahre in den Knetzgauer Gemeindeteil Westheim gezogen. Dort wohnten beide in dem Haus, das Gertrud Koch von ihrem Onkel Josef Ohnhäuser erbte.

Ein Erfolgsrezept für ein langes Leben könnte der Einklang mit der Natur sein, mit der Gertrud Koch stets verbunden ist. Als "Kräuterfrau", wie die Jubilarin von ihrer Familie genannt wird, hat sie all die Jahre gesund gelebt und ihre Erfahrungen im Umgang mit Kräutern gerne an ihre Familie weitergegeben.

Von der Familie wird sie heute noch als "Chefin der Kompanie" bezeichnet. "Sehr dominant, aber im Herzen gut", bezeichnet Sohn Klaus seine Mutter. Er ist vor einigen Jahren, nachdem die Mutter ins Pflegeheim musste, ebenfalls aus dem Münsterland nach Haßfurt gezogen.

Gertrud Koch hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, ihre Angehörigen zu pflegen, von den Eltern über den Ehemann, dem Onkel bis hin zum Lebenspartner. Seit drei Jahren ist sie jetzt selbst auf Hilfe angewiesen und daher ins Pflegeheim St. Bruno nach Haßfurt gezogen. cr

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