Forchheim

Geringster Anstieg

Forchheim steht im Arbeitsmarktbezirk relativ gut da.
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Mit dem Start in die Sommerferien und zum Ende des Berufsausbildungsjahres erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, zu dem der Landkreis Forchheim gehört, wieder. Der Anstieg fiel um 5,1 Prozent höher aus als im Vorjahr.

Dies ist ein Anzeichen dafür, dass sich die Sommerflaute in diesem Jahr etwas deutlicher bemerkbar macht. Vor zwei Jahren, im August 2017, lag die Arbeitslosigkeit mit mehr als 11 000 gemeldeten Arbeitslosen allerdings noch über dem aktuellen Stand von derzeit 10 775. Gegenüber dem Vormonat vergrößerte sich die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg um 902 Personen (9,1 Prozent). Die Zahl der Arbeitslosen ist eine stichtagsbezogene Momentaufnahme. Sie ist das Ergebnis von Beschäftigungsaufnahmen und Entlassungen. Mit 1040 Aufnahmen einer neuen Beschäftigung fanden mehr Personen (10,5 Prozent bzw. 99 Personen) eine neue berufliche Zukunft als noch im August 2018. Hingegen meldeten sich 1464 Personen aus einer Beschäftigung arbeitslos, 51 (3,6 Prozent) mehr als im letzten Jahr.

Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, sieht, trotz konjunktureller Eintrübung weiterhin positive Signale auf dem Arbeitsmarkt: "Auch, wenn der Konjunkturmotor langsam an Tempo verliert, bieten viele Branchen noch immer vielfältige Beschäftigungschancen."

Im Landkreis Forchheim nahm die Zahl der Arbeitslosen seit Ende Juli um 144 Männer und Frauen (9,7 Prozent) auf 1635 zu. Die Arbeitslosigkeit wuchs seit dem Vorjahr lediglich um 13 Personen beziehungsweise 0,8 Prozent. Das ist der geringste Anstieg unter allen Städten und Kreisen im Agenturbezirk Bamberg-Coburg.

Vornehmlich junge Menschen meldeten sich verstärkt nach dem Ausbildungsende arbeits-los, da nicht immer ein nahtloser Übergang in eine neue Tätigkeit aufgrund der Ferienzeit möglich war.

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren erhöhte sich daher im letzten Monat um 29 oder 16,9 Prozent auf 201. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war dies der zweitstärkste Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit im Agenturbezirk. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte und bewegt sich mit derzeit 2,4 Prozent auf dem Vorjahresniveau. Das ist weiterhin Vollbeschäftigung. Per Definition spricht man von Vollbeschäftigung ab einer Quote von unter 3,0 Prozent.

In diesem Monat meldeten Betriebe dem Arbeitgeberservice 208 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote - knapp 50 Prozent mehr als im Vormonat. Im Bestand haben die Vermittler 807 Vakanzen. Vor zwölf Monaten waren es 382 (32,1 Prozent) mehr gewesen. red

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