Pfarrweisach

Geringere Nitratkonzentration ist erreichbar

Leserbrief zum Bericht "Es sieht ganz gut aus" über die Nitratbelastung im Trinkwasser (FT vom 25. August): Ähnlich wie beim Dieselskandal lässt unsere Verw...
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Leserbrief zum Bericht "Es sieht ganz gut aus" über die Nitratbelastung im Trinkwasser (FT vom 25. August):

Ähnlich wie beim Dieselskandal lässt unsere Verwaltung bei den Nitratwerten im Trinkwasser einen großen Spielraum zu. Dahinter stecken die Lobbyisten in der Landwirtschaft.
So wurde durch den Europäischen Gerichtshof bereits am 10. Juli 2014 ein Verfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland eröffnet mit dem Ziel, über den steigenden Gülleeintrag in unseren Nutzflächen den einhergehenden Nitrat-Anstieg im Trinkwasser zu stoppen beziehungsweise zu verringern.
Ein Blick auf die veröffentliche Grafik (FT-Seite 9 vom 25. August 2017) zeigt doch, dass es kein Problem ist, auch die 25 Milligramm pro Liter zu erreichen, wie das zum Beispiel in der Schweizer Gewässerschutzverordnung schon lange Fakt ist.
Die Kommunen im Westteil unseres Landkreises schaffen es doch auch, allen voraus die Stadtwerke Haßfurt, die ein vorbildliches Spitzenprodukt an Trinkwasser bereitstellen.
Auch die Menge an Tieren ist überhaupt nicht entscheidend über den Eintrag von Nitrat, sondern einzig und alleine die Qualität der Tierhaltung und der Umgang mit den biogenen Abfallprodukten. Unsere Bio-Landwirte können zeigen, wie dies ohne Probleme möglich ist. Dieser Selbstbeweihräucherung kann ich nur mit dem Zitat von Herbert Grönemeyer begegnen und fragen "Was soll das?"
Erwin von der Forst
Sachverständiger im
Bereich Trinkwasser-Bauwerke
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