Kirchehrenbach
Geburtstag

Gerda Knörlein feiert 90.

Gerda Knörlein feierte am Mittwoch ihren 90. Geburtstag - und alle kamen zum Gratulieren: Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Kirchehrenbach und Landrat Herma...
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Gerda Knörlein
Gerda Knörlein

Gerda Knörlein feierte am Mittwoch ihren 90. Geburtstag - und alle kamen zum Gratulieren: Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Kirchehrenbach und Landrat Hermann Ulm (CSU) gratulierte im Namen des Landkreises Forchheim. Aber auch Familienangehörige, Nachbarn und Freunde stießen auf das Wohl des Geburtstagskindes an.

Gerda Knörleins Leben war nicht immer einfach. Als drittes von sechs Kindern wurde sie in Schlesien geboren. Ihre Mutter starb früh, doch die Stiefmutter nahm sich der Familie an und zog die Kinder groß. Im Januar 1945 musste die Familie aus Schlesien fliehen und geriet dabei in den größten Luftangriff auf Dresden. Diesen überstand sie nur, weil sie sich im Wald versteckte.

Im März 1945 kam die Familie in Streitberg an und zog dann nach Wüstenstein. "Ich musste in meinem Leben viel arbeiten", meinte Gerda Knörlein. So arbeitete sie als junges Mädchen bei der Familie eines Schmieds in Wüstenstein, dann bei einer Familie in Gößmannsberg, danach in Behringersmühle und bei einer Geigenbauerfamilie in Bubenreuth.

Als die Jubilarin Josef Knörlein aus Kirchehrenbach kennenlernte und die beiden heirateten, zog sie zu ihm. Auch da arbeitete sie zuerst in einer Textilfabrik. Dann kamen die beiden Söhne Michael und Klaus zur Welt. Mittlerweile hat sie auch noch drei Enkel: Florian, Sebastian und Julia.

"Ich habe gern gestrickt und für meine Familie am Sonntag gekocht. Aber das geht halt nicht mehr", sagte Gerda Knörlein, die sich immer bemühte, dass ihre Kinder eine schöne Kindheit hatten. Das bestätigte auch Michael Knörlein: "Sie hat sich gut um uns gekümmert und uns unterstützt."

Ihr Mann ist bereits verstorben. Doch zu Lebzeiten gingen sie gern zum Tanzen. Gerda Knörlein engagierte sich auch für ihre Mitmenschen. Sie war zum Beispiel lange im Vorstandder Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung. Im Fasching sorgte sie gern für lustige Einlagen. "Ich bin froh, dass ich daheim wohnen bleiben kann", sagte die Jubilarin. Hier wird sie von Sohn Michael und seiner Frau Birgit betreut. Dabei helfen auch die restliche Familie und die Nachbarn.

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