Gerach
Gemeinderat

Gerach will Wasserversorgung sichern

Auf mehrfachen Wunsch der Geracher Gemeinderäte rief sich das Gremium bei seiner jüngsten Sitzung die Ergebnisse eines hydrologischen Standortgutachtens aus dem Jahr 1998 in Erinnerung. Man wollte sic...
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Auf mehrfachen Wunsch der Geracher Gemeinderäte rief sich das Gremium bei seiner jüngsten Sitzung die Ergebnisse eines hydrologischen Standortgutachtens aus dem Jahr 1998 in Erinnerung. Man wollte sich einen Überblick verschaffen, ob für das neue Siedlungsgebiet und auch weiterhin eine ausreichende Wasserversorgung gewährleistet wäre.

Dazu erklärte Wasserwart Ralf Gröger, dass der damals - 1998 - prognostizierte Wasserbedarf für das Jahr 2017 in Höhe von 80 000 Kubikmetern nicht erfüllt wurde, sondern sich der Wasserverbrauch im damaligen Vergleich kaum geändert hätte. Auch trotz der Trockenperiode habe sich der Wasserstand - in Ruhe bei 9/9,80 m - im 40 Meter tiefen Brunnen kaum gesenkt, die maximale Absenkung nur zwei Meter betragen. Für einen neuen Brunnen hatte man vor 20 Jahren ein Quellgebiet im Südwesten der Ortschaft (Geracher Spitze) ausgewählt, wo man Probebohrungen bis 120 Meter tief in den unteren Burgsandstein ansetzen müsse. Wasser sei jedoch bereits im oberen Burgsandstein in einer Tiefe von 45 Metern zu erwarten, fügte der Wasserwart hinzu.

Der Anschluss an die Fernwasserleitung war bereits damals ausgeschlossen worden. Um eine Versorgungsleitung von dort aus in das Siedlungsgebiet zu verlegen, würden 500 000 Euro nicht ausreichen. Ein Ringschluss mit dem Wasserzweckverband der Reckendorfer Gruppe solle in Zukunft miteinkalkuliert werden. Als erster Schritt wird eine Videobefahrung des 1955 errichteten Tiefbrunnens erfolgen, um dessen Zustand zu erkunden. Innerhalb dieser Maßnahme kann eine neue Pumpe eingesetzt werden, die zukünftig energiesparender arbeiten soll. Diese könne auch tiefer gehängt werden, um einem Wassernotstand vorzubeugen.

Übergebührlich strapaziert werde die Wasserzufuhr, wenn die neuen Siedler ihren Garten anlegen und gießen würden, da war man sich im Gemeinderat einig. Bürgermeister Gerhard Ellner (SPD) fügte aber auch an, dass bei dem aktuellem Klima Rasenbewässerung "ein Luxus" sei. Ellner wörtlich: "Da muss der Rasen halt einmal trocken bleiben!"

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