Gerach
Kindertagesstätte

Gerach nimmt für Neubau viel Geld in die Hand

Das Wohl der Kinder stand im Mittelpunkt der letzten Gemeinderatsitzung - und das ist der Gemeinde Gerach fast zwei Millionen Euro wert. Nach eingehender Beratung entschied sich das Gremium einvernehm...
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Das Wohl der Kinder stand im Mittelpunkt der letzten Gemeinderatsitzung - und das ist der Gemeinde Gerach fast zwei Millionen Euro wert. Nach eingehender Beratung entschied sich das Gremium einvernehmlich für den Neubau einer Kindertagesstätte, unabhängig von der Höhe der staatlichen Zuwendungen.

Förderfähig sei nur der Aufwand für die Schaffung von 24 neuen Kinderkrippenplätzen, so schlüsselte Erster Bürgermeister Gerhard Ellner den Sachverhalt auf, was einer Summe in Höhe von 1 117 952 Euro entspräche. Der Anteil für eine Kindergartengruppe, die in dem neuen Heim auch Platz finden soll, müsse u.a. von der Gemeinde alleine übernommen werden, das wäre ein Betrag von knapp 850 000 Euro. Im Vergleich zu den ersten Informationen habe sich der Preis mittlerweile verdoppelt, so stellte Gemeinderat Ralf Gröger (UWG) fest. "Doch, was haben wir für Alternativen", setzte der Erste Bürgermeister dagegen: "Jedes Kind hat einen Anspruch auf einen Platz!"

Schließlich resümierte Stefan Gröger (UWG), dass sich die Finanzlage für Gerach zuspitzen werde, wenn jetzt auch noch die Sanierung der Verbandsschule in Baunach beginnen würde. Seit der letzten Kostenübersicht für den Kindertagesstätten-Neubau hat sich die Bausumme von 1,7 auf 1,9 Millionen Euro gesteigert, was mit einem doppelten Aufwand innerhalb des Ansatzes für die Haustechnik und mit Komplikationen bei der Fundamentierung nach Statiker-Gutachten verbunden sei.

Die Finanzierung des Eigenanteils muss über die Aufnahme eines Darlehens laufen, was die Rechtsaufsichtsbehörde allerdings nur genehmigt, wenn eine Gebührenerhöhung der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsbeiträge erfolgt.

Nach dieser Grundsatzentscheidung war der Weg für weitere kinderfreundliche Beschlüsse geebnet: Der für den Neubau der Kita am Reckendorfer Weg 3 von dem Büro Paptistella Architekten Gmbh, Hirschaid/Sassanfahrt, entworfene Bauplan wurde einstimmig für gutgeheißen. Das Gebäude soll zwei Kinderkrippen- und eine Kindergartengruppe beherbergen. Allerdings kann der Spatenstich erst erfolgen, wenn die Änderung des Bebauungsplanes "Grubenäcker I" als Satzung genehmigt wird, was für Ende Februar 2020 geplant ist.

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