Ebern
Stadtratswahl

"Generationswechsel" bei der Jungen Liste

Eckehard Kiesewetter Ebern — Aller guten Dinge sind drei. Das gilt für die junge Liste (JL) in Ebern seit der Kommunalwahl 2014, wo sie drei Kandidaten in den Eberner Stadtrat brachte. Im März, wenn e...
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Eckehard Kiesewetter Ebern — Aller guten Dinge sind drei. Das gilt für die junge Liste (JL) in Ebern seit der Kommunalwahl 2014, wo sie drei Kandidaten in den Eberner Stadtrat brachte. Im März, wenn es darum geht, die Sitze im Stadtparlament neu zu verteilen, darf es gerne noch das ein oder andere Mandat mehr sein, sagt sich die engagierte Jugend und baut auf ihren neuen "Mannschaftskader". Bei einer Versammlung am Mittwoch hat der politische Nachwuchs eine Liste mit 20 Kandidaten vorgestellt, die trotz des jungen Alters eine Art " Generationswechsel" garantiert.

Etablierte verabschieden sich

Denn die drei Aushängeschilder, die vor sechs Jahren die meisten Stimmen zogen, gehören nicht mehr zum JL-Bewerberkreis um die Stühle am Ratstisch. Zwei der "Senioren" sind abgewandert: Sebastian Stastny schied schon vor geraumer Zeit wegen seines Wegzugs aus Ebern aus beruflichen Gründen aus. Für ihn sitzt seit Herbst 2014 Matthias Becht im Stadtrat (Platz zwei der neuen Kandidatenliste); Isabell Zimmer (ehemals Kuhn) ist inzwischen 42 und verlässt aus Altersgründen die Junge Liste. Sie will sich im kommenden Jahr als CSU-Bewerberin ihren Stammplatz am Ratstisch sichern. Der dritte im Bunde, Rainer Kaffer, beruft sich auf private Gründe und bewirbt sich nicht mehr um ein politisches Mandat.

Die neue JL-Liste führt Timo Hohnhausen an, der Vorsitzende der Jungen Union in Ebern. Trotzdem, und obwohl sich etliche weitere JU-Mitglieder unter den Kandidaten finden, betont die Junge Liste, die politische Richtung spiele für sie keine Rolle. In ihren Reihen gebe es auch Kandidaten, die sich deutlich von der CSU distanzieren würden. 15 junge Männer und fünf junge Frauen treten an.

JL-Vorsitzender Lukas Geuß (Platz 13 der Kandidatenliste) spricht von einem "guten Mix", in dem die Geschlechter, das Alter, die Erfahrung und die politischen Einstellungen gut verteilt seien.

Die Jung-Politiker wollen das Ehrenamt und die Familien in den Mittelpunkt ihres Engagements rücken, sich für Transparenz einsetzen und für eine lebenswerte Stadt.

Erfolg mit gelber Tonne motiviert

Kreisvorsitzender Julian Müller aus Sand war bei der Nominierungsversammlung vor Ort und gratulierte der jungen Liste mit ihren aktuell 35 Mitgliedern, dass es so reibungslos gelungen war, eine komplette Kandidatenliste zusammenzustellen. Damit sei gewissermaßen der Startschuss für den Wahlkampf auf Kreisebene erfolgt. Dieser soll unter dem Motto "Frisches Blut für den Landkreis" stehen und unter anderem Blutspendetermine und eine Typisierungsaktion für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) bieten.

Die Einführung der gelben Tonne im Landkreis Haßberge verbucht die JL als großen Erfolg ihrer Arbeit. Aktuell hat man sich eine bessere Mobilfunk-Versorgung im Landkreis zum Ziel gesetzt und die Einführung kostenloser Windelsäcke angeregt. Auch läuft ein Antrag, die "familienfreundlichste Gemeinde" in kürzeren Zeitabständen zu küren.

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