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Wilhelmsthal
Gemeinderat

Generalsanierung der Wilhelmsthaler Turnhalle zieht sich hin

Auch im Januar läuft es geschmeidig bei den Gemeinderatssitzungen in Wilhelmsthal. Einziges Sorgenkind ist derzeit die Generalsanierung der Turnhalle, denn die zieht sich doch etwas länger hin als erw...
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Auch im Januar läuft es geschmeidig bei den Gemeinderatssitzungen in Wilhelmsthal. Einziges Sorgenkind ist derzeit die Generalsanierung der Turnhalle, denn die zieht sich doch etwas länger hin als erwartet.

"Eigentlich dachten wir, dass wir schon im Februar die ersten Veranstaltungen abhalten können", bedauerte Bürgermeisterin Susanne Grebner. Aber damit wird es wohl nichts werden. Jetzt datierte sie die Fertigstellung auf Ende des ersten Quartals 2020. Vergeben wurde in diesem Zusammenhang die Küchenmöblierung an die Firma Kotschenreuther in Steinwiesen für rund 16 100 Euro. Die Baureinigung wird die Wolfgang Ziegler GmbH aus Altenkunstadt für rund 4700 Euro übernehmen. Außerdem stand die Vergabe der Parkett- und Trockenestricharbeiten an. Hier hatte AWK Kronach die Nase vorn. Kostenpunkt: rund 9800 Euro.

Über einen weiteren Schritt Richtung Schuldentilgung freute sich nicht nur Geschäftsleiter Mario Kotschenreuther. Einer der Tagesordnungspunkte drehte sich nämlich um die Sondertilgung mehrerer Darlehen aus Mitteln der Stabilisierungshilfe. "Im Rahmen der Antragstellung für 2019 wurde dargestellt, dass die Gemeinde im Jahr 2020 Sondertilgungen in Höhe von rund 460 000 Euro realisieren kann. Uns wurde ein Betrag von insgesamt 760 000 Euro als Stabilisierungshilfe gewährt. Davon fließen dann die 460 000 Euro in die Schuldentilgung. Fünf Darlehen habe man zur Sondertilgung angemeldet.

Kotschenreuther: "Wirtschaftlich und sparsam hat man dann gearbeitet, wenn man noch Luft nach oben hat für Investitionen. Unsere Gemeinde wird zwar nach wie vor nicht in Milch und Honig baden, aber nach der Entschlackungskur können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein." Aber er schränkte auch gleich ein: "Die Steuereinnahmen werden voraussichtlich auch wieder etwas zurückgehen und vielleicht werden wir erneut Darlehen aufnehmen müssen."

Und weil laut Geschäftsleiter "nach Stabi vor Stabi" sei, müsse man das Haushaltskonsolidierungskonzept auch 2020 fortschreiben. Hintergrund sei, dass der Fördermittelgeber selbstverständlich auch Gegenleistungen erwarte - und dies vor allem in Bezug auf die Eigeninitiative der Gemeinden. Man müsse sich mit der eigenen, finanziellen Situation auseinandersetzen und auf jeden Fall eine Verbesserung anstreben.

Der Augenmerk der Gemeinde Wilhelmsthal liege daher vor allem auf der Sondertilgung von langfristigen Darlehen und auf dringenden, investiven Vorhaben der kommunalen Grundausstattung im Pflichtaufgabenbereich.

Unter anderem war auch aus diesem Grund die Freude groß, dass man beim Neubau des Geh- und Radwegs von der St 2200 bis Gifting runde 139 400 Euro einsparen konnte. Hintergrund sei eine Vereinbarung mit dem Landkreis, denn ein Teil des Geh- und Radwegs soll als Wirtschaftsweg ausgebaut werden und werde somit von der Regierung von Oberfranken entsprechend gefördert.

Auch die anstehenden Kommunalwahlen waren Thema der Gemeinderatssitzung. Vielmehr waren es die Wahlhelfer, die immer schwieriger zu bekommen seien. Geeinigt hatte man sich dann erstens auf eine Summe von 40 Euro pro Helfer als Erfrischungsgeld und auch darauf, dass Vorschläge aus dem Gemeinderat für das Amt als Wahlhelfer noch bis zum 21. Januar willkommen seien.

Genehmigt wurde der Bauantrag von Daniel Stengl. Er möchte in Roßlach eine Nutzungsänderung von einer gewerblichen Lagerhalle in eine Kfz-Werkstatt mit Anbau eines Büros und der Erweiterung der Lagerfläche.

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