Oberailsfeld
oberailsfeld.inFranken.de  Der Dorfverein "900 Jahre Oberailsfeld" feierte sein 25. Jubiläum.

Gemeinschaft, Kultur und Brauchtum

Hätte es 1094 die Klosterfrau Richkarda nicht gegeben, so hätte es 925 Jahre danach im voll besetzten Kerwafestzelt beim Hollerbusch auch die 25-Jahr-Feier des Dorfvereins "900 Jahre Oberailsfeld" nic...
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Die geehrten Gründungsmitglieder des Dorfvereins "900 Jahre Oberailsfeld" mit dem Gründungs- und Ehrenvorsitzender Heinrich Marsching (2. Reihe Mitte), dem Vorsitzenden Sebastian Stadter (r.) und Zweitem Bürgermeister Johannes Knauer (l.)  Foto: Thomas Weichert
Die geehrten Gründungsmitglieder des Dorfvereins "900 Jahre Oberailsfeld" mit dem Gründungs- und Ehrenvorsitzender Heinrich Marsching (2. Reihe Mitte), dem Vorsitzenden Sebastian Stadter (r.) und Zweitem Bürgermeister Johannes Knauer (l.) Foto: Thomas Weichert

Hätte es 1094 die Klosterfrau Richkarda nicht gegeben, so hätte es 925 Jahre danach im voll besetzten Kerwafestzelt beim Hollerbusch auch die 25-Jahr-Feier des Dorfvereins "900 Jahre Oberailsfeld" nicht gegeben. Denn die Klosterfrau von damals stiftete das Gut "Eglisfeld" dem Kloster Michelsberg, was somit die bislang erste bekannte urkundliche Erwähnung von Oberailsfeld ist.

Herausgefunden hatte dies damals Georg Zeilmann aus Rabenstein. Darauf wies Vereinsvorsitzender Sebastian Stadter während seiner Festrede hin. Die Vereinsgründung vor 25 Jahren hatte der damalige Dorfälteste Hans Neuner geleitet, der dann bei der Einweihung des Gedenksteins bereits vor den neuen Medien warnte. "Heute ist die Welt schneller, globaler, digitaler und unpersönlicher geworden. Auch auf dem Land", sagte Stadter. Daher sei es umso wichtiger, dass es eine Dorfgemeinschaft gebe die Halt und Geborgenheit biete und zusammen mit den anderen Vereinen das Dorfleben aktiv gestalte.

Der Verein hat sich bei der Gründung auf die Fahnen geschrieben, die Dorfgemeinschaft, die Kultur und das Brauchtum zu pflegen. Wie kein anderer hat Heinrich Marsching den Verein geprägt. Marsching, der Gründungsvorsitzender war und heute Ehrenvorsitzender ist, führte den Verein 18 Jahre lang und ist heute noch aktiv.

In den letzten fünf Jahren hat der Verein einen enormen Aufschwung erlebt, sind doch in dieser Zeit 26 Eintritte zu verzeichnen. Nun hat man eine Rekordmitgliederzahl von 81 Vereinsmitgliedern. "Darauf können wir stolz sein", betonte Stadter, der seit 2017 die Geschicke der Dorfgemeinschaft leitet. Davor war vier Jahre lang Franz Rudrof Vereinschef. Heute heißt der Dorfälteste Josef Engelhardt. Einziger Grußredner des Festkommers war Ahorntals Zweiter Bürgermeister Johannes Knauer.

Höhepunkte des Festabends waren das Singen aller Dorfgemeinschaften der Pfarrgemeinde St. Burkhard Oberailsfeld aus Hungenberg, Unterailsfeld, Oberailsfeld, Köttweinsdorf, Eichenbirkig, Kirchahorn, Kleinlesau, Zauppenberg und Pfaffenberg, welches mit dem gemeinsam gesungenen "Lied der Franken" seinen Abschluss fand, und die Ehrung der Gründungsmitglieder. Diese sind: Anna Bayer, Georg und Katharina Fuchs, Gretel Haas, Roland, Irmgard, Daniel, Dominik, Kunigunde und Stefanie Hofmann, Heinrich und Luise Marsching, Hans und Jürgen Neuner, Helmut und Gertrud Polster, Beate Rosemann, Franz und Leonhard Rudrof, Burkhard Schmitt, Harald Schrenker, Sebastian, Jochen, Hans, Brigitte, Stefanie, Michael, Manfred, Anita und Teresa Stadter und Maria Zeilmann. Musikalisch umrahmt wurde der Festabend von der Blaskapelle Oberailsfeld. tw

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