Dörfles-Esbach
formalitäten

Gemeinderat Dörfles-Esbach will Eigentumswohnanlage ermöglichen

Dass der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Donnerstag noch nicht zugestimmt hat, bedeutet in dem speziellen Fall der geplanten Errichtung einer Wohnanlage nicht, dass diese nicht gebaut werden kann. E...
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Dass der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Donnerstag noch nicht zugestimmt hat, bedeutet in dem speziellen Fall der geplanten Errichtung einer Wohnanlage nicht, dass diese nicht gebaut werden kann. Es sind erst einige behördliche Schritte für das Bauvorhaben notwendig. Ein Investor möchte im Bereich des Bebauungsplanes "Alte Ziegelei" eine Eigentumswohnanlage mit 33 Wohnungen in drei Wohngebäuden errichten. Ein entsprechender Bauantrag ging bereits ein. Der Gemeinderat stimmte erst einmal nicht zu. Denn die Baufläche ist derzeit als Mischgebiet ausgewiesen, aber eine Durchmischung von Wohn- und Gewerbenutzung jeweils zur Hälfte ist dort aktuell nicht der Fall. Das wäre aber Voraussetzung für ein Mischgebiet. Um das Vorhaben trotzdem verwirklichen zu können, was im Sinne des Gemeinderates ist, wurde auf Anraten des Landratsamtes beschlossen, den Bebauungsplan zum Teil aufzuheben. Dafür ist - im Behördendeutsch - eine Teil-Aufhebungssatzung erforderlich. Wie Bürger und Träger öffentlicher Belange dazu stehen, sollen sie bei einer öffentlichen Anhörung kundtun können. Also wurde der Bauantrag an das Landratsamt weitergeleitet mit dem Hinweis, dass über den Bauantrag noch einmal im Gemeinderat beraten werden soll, wenn die Teilaufhebung Rechtskraft hat.

Einen weiteren Schritt in Richtung Minikreisverkehrsplatz unternahm der Gemeinderat bei seiner Sitzung. Er beschloss einstimmig, ein Ingenieurbüro mit der Planung zu beauftragen und die Ausschreibung sowie Durchführung der Maßnahme vorzunehmen.

Den Verkehr verlangsamen

Die Insel soll an der Kreuzung Lauterer Straße/Passchendaelestraße/Rückertstraße entstehen mit dem Ziel, den dortigen Verkehr zu bremsen. Die Eingriffe ins Umfeld sind gering. Die Fahrbahnbreite wird 5,50 Meter betragen. Die Bordsteine der Mittelinsel kommen mit einer Steigung von sieben Zentimetern auf einer Länge von zehn Zentimetern in Granit zur Ausführung. Bei Bedarf, so Bürgermeister Udo Döhler (UBV), können größere platzbrauchende Fahrzeuge wie Lkw auch über den Rand der Insel fahren. In diesem Zusammenhang kam auch der barrierefreie Ausbau der Haltestelle am Wendeplatz in der Lauterer Straße zur Sprache. Das Gremium war sich einig, diesen nicht im Rahmen der Baumaßnahme Kreisverkehrsplatz vorzunehmen, sondern erst mal den behindertengerechten Umbau der Bushaltestellen im gesamten Ortsbereich zu planen. Es soll zunächst bis September eine grundsätzliche Planung mit Kostenschätzung erfolgen mit dem Hintergrund, eine Förderung durch die Regierung von Oberfranken zu bekommen, und dem Ziel, die Gesamtmaßnahme über mehrere Jahre hin abzuwickeln.

Da einige Änderungswünsche der Gemeinde für den Bebauungsplan "Lachenäcker" bestehen, wurde das Ingenieurbüro Strunz durch einen Ratsbeschluss beauftragt, einen neuen Konzeptentwurf zum Bebauungsplan zu erarbeiten. Zusammen mit der Stadt Rödental soll im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit am Rande des "Schulze-Geländes" ein neues Gewerbegebiet zusammenhängend auf beiden kommunalen Fluren entstehen.

Recht eingehend berichtete Gemeinderat Manfred Dehler (UBV) als Vorsitzender des Prüfungsausschusses über die Prüfung der Jahresrechnung 2017. Es gab keine Beanstandungen und es wurden der Gemeinde eine geordnete Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage attestiert. Der Verwaltung wurde Entlastung erteilt. Resümee Dehlers: "Wir können beruhigt in die Zukunft schauen."

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