Heßdorf
Gehwegausbau

Gemeinderäte über Mehrkosten verärgert

Die Kostenabrechnung zum Gehwegausbau an der Röhracher Straße sollte eigentlich im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Heßdorfer Gemeinderatssitzung behandelt werden, aber auf Antrag von Anja Willert ...
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Die Kostenabrechnung zum Gehwegausbau an der Röhracher Straße sollte eigentlich im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Heßdorfer Gemeinderatssitzung behandelt werden, aber auf Antrag von Anja Willert (BB) musste der Tagesordnungspunkt öffentlich behandelt werden.

Im September 2017 hatte der Gemeinderat die Firma Tauber aus Nürnberg mit den Bauarbeiten zum Preis von knapp 46 000 Euro beauftragt. Entsprechend der Kostenfeststellung des Planungsbüros wurde die Maßnahme mit einer Kostensumme in Höhe von knapp über 86 000 Euro brutto abgerechnet.

Die Mehrkosten begründen die Planer wie folgt: Ursprünglich war vorgesehen, dass die Baumaßnahme bei einseitiger Sperrung mit einer Absicherung der Baustelle abgewickelt wird. Vom Landratsamt war jedoch eine Vollsperrung mit entsprechender Umleitungsbeschilderung angeordnet worden, da die Mindestfahrbahnbreite bei einseitiger Sperrung nicht eingehalten werden konnte und für den Linienbus die Passage der Baustelle offenzuhalten war. So entstanden zusätzliche Kosten von rund 3400 Euro. Außerdem musste die Fahrbahn verbreitert werden und dies kostete weitere 9500 Euro. Dazu kamen noch Kosten für die Zwischenlagerung des Bodens, ein Kabelschutzrohr, das Aufbrechen des Asphalts, die Entwässerung und die fehlende Überdeckung von Leitungen. Für die angefallenen Bauarbeiten hat die Baufirma Mehrkosten von rund 28 500 Euro vorgelegt.

Wie Verwaltungsleiter Martin Hofmann erklärte, lag schon die Vergabesumme erheblich über der Kostenberechnung. Dieser Punkt führte dann zu einer kontroversen Diskussion, denn die Verwaltung sei zwar über die angeordneten Maßnahmen informiert worden, aber nicht über die dadurch entstehenden Mehrkosten.

Planer räumen Fehler ein

So gab es reichlich Vorwürfe gegen Verwaltung, Beamte und auch gegen die Planer, die in der Sitzung einen Fehler einräumten. Stefan Stiegler (SPD) wollte wissen, warum die Verkehrsregelung nicht vor Beginn der Arbeiten geklärt worden ist. Für Johann Ort (FW) war schon die ganze Planung "schwammig", und Manfred Bäreis (CSU) stellte fest, "wir winken hier ja nur noch Mehrkosten durch."

Die Planer verwiesen darauf, dass die Verhandlungen mit der Baufirma zu einer zeitlichen Verzögerung in der Sachbearbeitung geführt haben. Nach der kontroversen Diskussion lehnten 13 Gemeinderäte gegen zwei Stimmen die Kostenerhöhung schließlich ab. sae

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