Zapfendorf

Gemeinde Zapfendorf hat mehrere Millionenprojekte vor der Brust

Ob Kinderbetreuung, Sportplatz, Ärztezentrum, Westtangente oder Kanalsanierungen - Zapfendorf nimmt gerade sehr viel Geld in die Hand, um eine ganze Reihe an Projekten durchzuführen. Bürgermeister Vol...
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Volker Dittrich
Volker Dittrich

Ob Kinderbetreuung, Sportplatz, Ärztezentrum, Westtangente oder Kanalsanierungen - Zapfendorf nimmt gerade sehr viel Geld in die Hand, um eine ganze Reihe an Projekten durchzuführen. Bürgermeister Volker Dittrich gab dazu in der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderats einen detaillierten Überblick.

Traditionell gibt es in der letzten Sitzung des Zapfendorfer Marktgemeinderats keine neuen Beschlüsse mehr. Im Mittelpunkt steht der Rückblick des Bürgermeisters, den Volker Dittrich diesmal in rund einer Dreiviertelstunde absolvierte.

Erst vor Kurzem fanden ihm zufolge zwei Spatenstiche statt, die auf große Baustellen hinwiesen: Neben dem bestehenden Kindergarten St. Christophorus entsteht ein Neubau für zwei Krippengruppen. Und nur wenige Meter entfernt soll Mitte 2020 das neue Kunstrasenspielfeld eingeweiht werden, rechtzeitig zum 100-jährigen Bestehen des SV Zapfendorf.

Krippe und Kunstrasenplatz

Die neue Krippe kostet 1,63 Millionen Euro, das Kunstrasenspielfeld mit Beleuchtungsanlage rund eine Million Euro im ersten Bauabschnitt.

Schon seit mehreren Jahren beschäftigt den Marktgemeinderat das Hofmann-Gelände. Hier plant die Kommune ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), das durch den Erwerb des Gaststättengebäudes und Verhandlungen mit den ansässigen Ärzten sowie Gesprächen mit Investoren nun konkreter werde, so Dittrich. Auf der anderen Seite der Hauptstraße hätten bereits die Abrissarbeiten begonnen - das Gebäude der ehemaligen Metzgerei Schober müsse weichen, um Platz für einen Zugang zum geplanten Sport- und Freizeitpark zu schaffen.

Ebenfalls auf den Weg gebracht hat der Gemeinderat den Anbau an der Kindertagesstätte St. Franziskus. Hier hatte sich ein Neubau als sinnvoller erwiesen als die Sanierung des Bestandes - rund 3,2 Millionen Euro wird die Erweiterung kosten. Die Maßnahme wird hoch gefördert, so dass davon voraussichtlich rund 400 000 Euro beim Markt Zapfendorf verbleiben.

Ein weiteres Thema, das finanziell auch in Zukunft stark zu Buche schlagen wird, ist Volker Dittrich zufolge die Sanierung von Trinkwasserleitungen, Abwasserkanälen und der Kläranlage. Hoch gefördert über ein Programm des Freistaats Bayern fänden hier nach und nach Arbeiten statt, Zapfendorf investiere insgesamt rund fünf Millionen Euro.

Aufgrund der großen Nachfrage wurden laut Bürgermeister im zurückliegenden Jahr mehrere neue Baugebiete auf den Weg gebracht. So wird es in Sassendorf 18, in Lauf 14 und in Oberleiterbach zwei neue Bauplätze geben. Auch in Zapfendorf und Unterleiterbach wurden Flächen für neue Häuser vorbereitet, der Vollzug ist abhängig von weiteren Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern.

Ein weiteres Großprojekt der Zukunft ist die Westtangente, hier liegt der Regierung von Oberfranken laut Dittrich bereits die Baulastvereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Staatlichen Bauamt Bamberg vor. Nun würden Plandetails erarbeitet, um bei der Regierung den vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu beantragen.

Neue Schulden nahm die Gemeinde Zapfendorf nicht auf - die Verschuldung konnte von 2,4 auf 2,1 Millionen Euro verringert werden, das entspricht aktuell 421 Euro pro Einwohner.

Bürgermeister Dittrich bedankte sich abschließend bei den Gemeinderatsmitgliedern und den Mitarbeitern von Gemeindeverwaltung, Bauhof, Schule und Freibad für die kollegiale, kompetente und konstruktive Zusammenarbeit.

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