Nordhalben

Gemeinde will Einsatz von Bürgerbus prüfen

Michael Wunder (CSU) ging in der jüngsten Sitzung des Nordhalbener Gemeinderats darauf ein, dass im Ortskern immer mehr Geschäfte schließen. Er forderte deshalb, wieder wie früher einen Bürgerbus einz...
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Michael Wunder (CSU) ging in der jüngsten Sitzung des Nordhalbener Gemeinderats darauf ein, dass im Ortskern immer mehr Geschäfte schließen. Er forderte deshalb, wieder wie früher einen Bürgerbus einzusetzen, der den Nordwaldmarkt, die Ärzte, das Schwimmbad und andere Stellen anfährt. Dieser Bus solle keine Konkurrenz zu den Mitfahrerbänkla sein, sondern ein zusätzliches Angebot. Wunder bat darum, die gegebenenfalls anfallenden Kosten zu ermitteln.
Der Antrag löste hitzige Diskussionen aus. Bernd Daum (FW) meinte, dass es sicher andere Lösungen gebe als den Bürgerbus. Erst sollten die Bänkla installiert werden, dann könne man über weiteren Bedarf reden. Einen Bürgerbus bezeichnete es als letzten Ausweg, da es sicher andere Lösungen gebe. Manfred Köstner (CSU) betonte, dass man den Bürgern etwas anbieten müsse, die Gemeinde solle die Möglichkeit eines Bürgerbusses prüfen. Für Rudolf Ruf (CSU) waren die Bänkla keine Alternative, da erstens eine Planung von Unternehmungen nicht möglich ist und zweitens die Wetterverhältnisse das Nutzen nicht immer einfach machen.


Mitfahrerbänkla als Alternative?

Ralf Ellinger (FW) warf das Mobilitätskonzept des Landkreises in den Ring, das 2019 endlich kommen werde, jedoch meinte Bürgermeister Pöhnlein, dass in Nordhalben der Schwerpunkt der innerörtliche Verkehr sei. Die kostengünstigste Variante seien die Mitfahrerbänkla, die im Sommer aufgestellt werden. Zehn Stück werden aufgestellt, um Halle, Markt, Ärzte usw. zu erreichen. Ein Bürgerbus sei momentan finanziell nicht umsetzbar.
Hans Blinzler (CSU) hakte ein und meinte, man habe ja keinen Bürgerbus gefordert, sondern sich nur Gedanken gemacht, wie man den Bürgern helfen könne. Gerade ältere Leute und solche, die weiter draußen wohnen, könnten profitieren. Es sollten wenigstens mal die Kosten ermittelt werden, die für den Einsatz eines Bürgerbusses anfallen. Auch Horst Wolf, gen. Schmidt (FW) ging darauf ein und meinte, man solle sich Gedanken über eine mögliche Umsetzung machen. Ob mit Taxi oder Bus, ob Leasing oder Kauf, darüber müsse man sich informieren.


Beschluss fiel einstimmig

Der Gemeinderat beschloss denn auch einstimmig, den Antrag zu prüfen und Kosten zu ermitteln. "Wir vergeben uns nichts dabei, wenn wir das prüfen und schauen, was herauskommt", sagte Michael Wunder (CSU).
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