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Gemeinde Knetzgau gab den Startschuss für das Angebot "Mitfahrbänke"

christiane Reuther "Früher hieß es Daumen hoch, heute heißt es Schild hoch", sagte Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus am Montag beim offiziellen Startschuss für das Projekt "Mitfahrbänke" am Turnga...
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Am Montag fiel der Startschuss für das Projekt "Mitfahrbänke" in der Gemeinde Knetzgau. Bürgermeister Stefan Paulus (rechts) gab das innovative Angebot frei. Mit im Bild vor der Mitfahr-Haltestelle: Koordinator Thomas Zettelmeier (Fünfter von rechts), Regionalmanagerin Bettina Fritzler (Dritte von rechts) und Bürger  Foto: Christiane Reuther
Am Montag fiel der Startschuss für das Projekt "Mitfahrbänke" in der Gemeinde Knetzgau. Bürgermeister Stefan Paulus (rechts) gab das innovative Angebot frei. Mit im Bild vor der Mitfahr-Haltestelle: Koordinator Thomas Zettelmeier (Fünfter von rechts), Regionalmanagerin Bettina Fritzler (Dritte von rechts) und Bürger Foto: Christiane Reuther

christiane Reuther "Früher hieß es Daumen hoch, heute heißt es Schild hoch", sagte Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus am Montag beim offiziellen Startschuss für das Projekt "Mitfahrbänke" am Turngarten in Knetzgau.

Mit den Mitfahrbänken stellt die Gemeinde Knetzgau auf Initiative des Bündnisses für Familien und Senioren allen Bürgern eine "Hilfe zur Selbsthilfe" zur Verfügung. Paulus freute sich, gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Thomas Zettelmeier, Koordinator des Projektes, im Beisein von Bettina Fritzler (Regionalmanagerin) und einigen Bürgern aus der Kommune während einer kleinen Feierstunde die Mitfahrbänke als ein innovatives Angebot der Gemeinde vorzustellen. "Die Mitfahrbänke, die ab heute genutzt werden können, sind ein Musterbeispiel von gelebtem bürgerschaftlichen Engagement", sagte Paulus. Die Bürger haben es seiner Meinung nach selbst in der Hand, den Nahverkehr zu verbessern und Menschen zu unterstützen, die unter der Woche etwa Probleme haben, in die Stadt Haßfurt zu gelangen - oder zurück. Das Gemeindeoberhaupt rief alle Mitbürger auf, sich an dem Projekt zu beteiligen. Paulus wünschte sich viele Akteure, die mithelfen, den Nahverkehr mit der engagierten Nutzung der Bänke zu einem Erfolg werden zu lassen.

Die Mitfahrbänke sind mit 50 Prozent aus Leader-Mitteln der Europäischen Union finanziert. Für die Gemeinde entstehen Kosten von 25 000 Euro.

Die Mitfahrbänke verbessern die Mobilität innerhalb der Gemeinde Knetzgau und auch nach Haßfurt. Um dies zu erreichen, entstand ein Mitfahrbank-Netz mit insgesamt 16 Haltestellen. Herzstück des Projekts sind die Richtungsanzeiger, die an allen Mitfahrbank-Haltestellen zu finden sind. Mit ihnen können alle Mitfahrer durch Hochklappen der Wunschrichtung anzeigen, wohin sie mitgenommen werden möchten. Dadurch erkennt der Autofahrer sofort, wohin der Mitfahrer möchte und ob die Wege gleich sind. Normalerweise sind die Mitfahrbänke in die vorhandenen Bushaltestellen wie am Turngarten integriert. Zusätzlich wurden fünf neue Haltestellen in Knetzgau und den Gemeindeteilen geschaffen.

Diese sind in Knetzgau in der "Seelohe" (Gewerbegebiet), Hainerter Straße (Seniorenzen-trum), Westheimer Straße (Post) und an der Kreuzung Badangerstraße/Bernhauser Straße. Weitere Haltestellen in den Gemeindeteilen sowie Informationen rund um die Mitfahrbänke sind in einem Flyer aufgelistet, der an alle Haushalte verteilt wurde.

Bei der Umsetzung des Projekts wurde Wert darauf gelegt, dass es kurze Wege zu den Mitfahrbänken gibt, der Anschluss in alle Gemeindeteile besteht und Unterstellmöglichkeiten an allen Haltestellen vorhanden sind. Die Mitfahrbänke gelten als Beitrag für Umweltschutz und für ein gutes Miteinander.

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