Steinbach am Wald
Bürgerversammlung

"Gemeinde ist ein Dienstleistungszentrum für Bürger"

Veronika schadeck Auf eine achtmonatige Bilanz konnte Bürgermeister Thomas Löffler vergangene Woche bei der Bürgerversammlung in der Rennsteighalle zurückbl...
Artikel drucken Artikel einbetten
Veronika schadeck

Auf eine achtmonatige Bilanz konnte Bürgermeister Thomas Löffler vergangene Woche bei der Bürgerversammlung in der Rennsteighalle zurückblicken. Seinen Job bezeichnete Löffler, der erst seit dem Frühjahr 2017 im Amt ist, als arbeitsreich und spannend.
Mit 3170 Einwohnern seien derzeit 24 Personen weniger als zu Jahresbeginn gemeldet. Den 27 Geburten stünden 32 Sterbefälle, den 135 Zuzügen 155 Wegzüge gegenüber. Insgesamt beeinflusse jedoch die Gemeinde mit ihrer Familienfreundlichkeit, dem Willkommenspaket und Kinderbonus sowie den nach wie vor guten Rahmenbedingungen für die Unternehmen, die Entwicklung positiv.


"Mit Leben erfüllt"

Thomas Löffler bezeichnete die Gemeinde als ein Dienstleistungszentrum für die Bürger. Auch deshalb habe man personelle Verbesserungen vorgenommen. Demnach fungieren als Betriebs- und Badeaufsicht Thomas Löffler, als Tourismusbeauftragte Grit Meusel. Erfreut war er, dass das Mehrgenerationenhaus in Buchbach und das Betreuungsnetzwerk "Lebensqualität für Generationen" fünf Jahre nach der Gründung mit Leben erfüllt sei.
Eine gute Sache sei der "Tag der offenen Gartentür" in Windheim gewesen, lobte er den Obst- und Gartenbauverein Windheim. Danke sagte er zudem den Dorfgemeinschaften Windheim und Hirschfeld, die sich dem Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden" gestellt haben und jeweils eine Bronzemedaille erhielten.
Bezüglich der Feuerwehren hob er die gute Zusammenarbeit innerhalb der Wehren hervor. "Die Arbeit der Freiwilligen der Feuerwehren kann nicht hoch genug geschätzt werden!". Die Gemeinde investiere derzeit in einen Rüstwagen (Eigenanteil 172 000 Euro) und in ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 (350 000 Euro).
Weiterhin wies der Bürgermeister darauf hin, dass im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern insgesamt zwei Millionen Euro für Projekte in der Großgemeinde geplant seien. Gute Chancen sah der Bürgermeister auch für die Sanierung des Bahnhofsbereichs in Steinbach. Als Herausforderungen bezeichnete Thomas Löffler die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung und die Schaffung von adäquaten Wohnräumen.
Bezüglich Haushaltslage sprach der Bürgermeister davon, dass zum Jahresende 2016 von den drei Millionen Euro an Rücklagen Kreisumlageverpflichtungen in Höhe von sieben Millionen Euro, welche in den Jahren 2017 und 2018 zu entrichten sind, gegenüberstünden.


"Komplettes Umdenken nötig"

Zu dem Schuldenstand Ende 2016 in Höhe von 1,7 Millionen Euro müssen deshalb im Haushaltsplan 2017 Kredite in Höhe von 1,85 Millionen Euro aufgenommen werden, in 2018 weitere 1,25 Millionen Euro. "Ein komplettes Umdenken ist notwendig!"


Baumgärtner: ruhiges Fahrwasser

Bezüglich des Freizeit- und Tourismuszentrums sprach er von einer bevorstehenden Vollendung. So soll demnächst das Schwimmbad eröffnet werden, die Außenanlagen sind für 2018 geplant. In diesem Zusammenhang galt sein Dank dem Ehrenbürger Joachim Wiegand, dessen Stiftung für den Eingangsbereich ein Glaskunstwerk spendete. Anwesend war auch der Vorsitzende der Frankenwaldgruppe, Jürgen Baumgärtner. Er sprach davon, dass die FWG in ein ruhiges Fahrwasser gekommen sei (wir berichteten). Demnächst sollen auch FWG-Ultraschallwasserzähler eingebaut werden, die von der Straße her ablesbar sind.
Frank Hirschböck monierte die fehlende Markierung auf der Rennsteigstraße nach der innerörtlichen Sanierung. Der Leiter der Polizeiinspektion, Markus Löffler, wies darauf hin, dass er sich diesbezüglich an die Straßenverkehrsbehörde gewandt habe. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die Straßenbeleuchtung auf LED umgerüstet werden soll.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren