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Coburg
Haushalt

Gemeinde Grub am Forst investiert kräftig

Die Gemeinderatssitzung war kurzerhand in die Turnhalle der Schule verlegt worden, um den Mindestabstand von Personen einzuhalten. Jedoch waren nur neun von 17 Mitgliedern anwesend. Auf der Tagesordnu...
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Die Gemeinderatssitzung war kurzerhand in die Turnhalle der Schule verlegt worden, um den Mindestabstand von Personen einzuhalten. Jedoch waren nur neun von 17 Mitgliedern anwesend. Auf der Tagesordnung stand nur der Haushalt 2020 mit einem Gesamtvolumen von 7,9 Millionen Euro, der einmütig verabschiedet wurde.

Für dieses Jahr sind aus den zahlreichen Investitionen im Vermögenshaushalt die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges für die Feuerwehr Grub mit 481 000 Euro, die Erneuerung der Heizung im Rathaus mit 40 000 Euro, die Sanierung der Grundschule mit 750 000 Euro, die ersten Kosten des Kindergartenneubaus mit 150 000 Euro (3,9 Millionen Euro bis 2023), die Sanierung der Turnhalle mit 95 000 Euro und für die Dorferneuerung in Rohrbach 60 000 Euro hervorzuheben. Für die Sanierung von Ortsstraßen sollen 150 000 Euro und für Straßenbeleuchtung 50 000 Euro ausgegeben werden. Für die Planung des Ausbaus der Ortsdurchfahrt Buscheller sind 10 000 Euro vorgesehen (Ausbau 2021 und 2022 mit insgesamt einer Million Euro). Der Bauhof benötigt zwei neue Salzsilos für 45 000 Euro. Kanalsanierungen kosten 150 000 Euro. Für die Errichtung eines Bauhofes sind zunächst 30 000 Euro vorgesehen (2021: 400 000 Euro).

Die Finanzierung erfolgt unter anderem durch die Zuführung von 763 000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt, eine Entnahme von 393 000 Euro aus den Rücklagen, Zuschüsse von 811 000 Euro und die Aufnahme eines Kredits von 215 000 Euro.

Die wichtigsten Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind Schulumlagen mit 235 000 Euro, Personalkostenzuschüsse für Kindertagesstätten mit 800 000 Euro sowie Umlagen an den Abwasserzweckverband (200 000 Euro) und die Verwaltungsgemeinschaft (740 000 Euro). Die Kreisumlage beträgt 1,2 Millionen.

Die wichtigsten Einnahmequellen sind die Gewerbesteuer, prognostiziert mit 750 000 Euro, die Grundsteuer B mit 334 000 Euro und Steueranteile von 2,8 Millionen Euro. An Konzessionsabgaben werden 75 000 Euro erwartet, an Kanalgebühren 448 000 Euro und an Zuweisungen für den Kindergarten 465 000 Euro.

Wie Kämmerer Heiko Vogel erläuterte, betrage der Schuldenstand 1,6 Millionen Euro. Vogel wies jedoch darauf hin, dass aufgrund von erheblichen Investitionen in den Folgejahren eine Neuverschuldung mit rund 2,5 Millionen Euro erforderlich sein werde, wobei dann die Schulden unter Berücksichtigung der Tilgungen bei 3,4 Millionen Euro liegen würden. Das seien 1212 Euro pro Einwohner. Die Rücklagen lägen zum Jahresende bei 51 000 Euro. dav

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