LKR Coburg

Geld für Therme sprudelt weiter

Die Therme Natur verzeichnet immer mehr Besucher und die Geschäftsleitung konnte das Defizit erheblich reduzieren. Der Landkreis wird sich weiterhin an der Einrichtung beteiligen.
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Die Therme Natur in Bad Rodach entwickelt sich positiv, wie der Kreisausschuss anhand der Geschäftszahlen feststellte. Foto: Therme Natur
Die Therme Natur in Bad Rodach entwickelt sich positiv, wie der Kreisausschuss anhand der Geschäftszahlen feststellte. Foto: Therme Natur

Die Geschäftsführer der Therme Natur in Bad Rodach können sich bis 2026 darauf verlassen, dass sie ihre Arbeit wie bisher fortsetzen können. Der Kreisausschuss beschloss bei seiner jüngsten Sitzung, eine Verlängerung des entsprechenden Vertrages zur Finanzierungsvereinbarung.

Der öffentlich rechtliche Vertrag zwischen der Stadt Bad Rodach, deren Eigenbetrieb die Therme ist, der Stadt und dem Landkreis Coburg. Er wurde 2015 geschlossen und hatte eine Laufzeit bis Ende 2020. Nach diesem Vertrag, trägt der Landkreis 25,1 Prozent des Verlustes, der in der Therme erwirtschaftet wird - maximal jedoch 150 600 Euro.

"Die Weiterentwicklung der Therme Natur ist eine Aufgabe, die die Stadt Bad Rodach nicht selbstständig finanzieren kann", sagte Kreiskämmerer Manfred Schilling. Die Verschuldung der Stadt hat nach seinen Worten von 2013 auf 2019 weiter zugenommen. Dabei sei Bad Rodach bereit gewesen, die Schulden der Therme mit rund fünf Millionen Euro in ihren Haushalt zu übernehmen. Eine Beteiligung von Stadt und Landkreis Coburg am Betriebsdefizit der Therme sei daher elementar wichtig, wenn die Therme ihre positive infrastrukturelle Wirkung für die Region weiter entfalten soll.

Dass Lutz Lange und Stine Michel als Geschäftsführer der Bäder GmbH ihre Arbeit gut machen, belegte Manfred Schilling mit Zahlen. Die Umsätze stiegen demnach von 2,8 Millionen Euro in 2015 auf 3,4 Millionen im Jahr 2018 an. Dadurch sank das Defizit im gleichen Zeitraum von 1,3 Millionen auf rund 716 000 Euro. Für den Kämmerer steht fest: "Dieser sehr erfolgreiche Weg der Therme Natur, gemeinsam mit Stadt und Landkreis Coburg und der Bad Rodacher Bäder GmbH kann nur gemeinsam weiter beschritten werden.

Investitionen fruchteten

Unter den Geschäftsführern wurde in die Therme auch investiert. Das Angebot der Sauna wurde verbessert, Duschräume modernisiert, ein "Baumwipfelpfad" angelegt, die Liegewiese erweitert und das Kassensystem auf Chip-Coin umgestellt. Positiv habe sich auch die Erweiterung und Aufwertung des Wohnmobilstellplatzes ausgewirkt. So stiegen die Besucherzahlen von 205 000 im Jahr 2015 auf rund 212 000 im vergangenen Jahr an.

Weitere Beteiligungen

Der Landkreis beteiligt sich auch an der Volkshochschule Coburg Stadt und Land gGmbH. Diese allerdings erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Überschuss von mehr als 25 500 Euro, der als Bilanzgewinn für künftige Aufgaben in das Jahr 2019 vorgetragen wird.

Ähnliches gilt für die connect Neustadt GmbH & Co. KG. Hier ist der Landkreis als Gesellschafter mit 19,23 Prozent beteiligt. Hatte die connect 2016 noch ein Minus erwirtschaftet, das sich auf rund 135 000 Euro belief, steht 2017 ein Überschuss von knapp 96 000 Euro unter dem Strich der Jahresbilanz. Dieser Jahresüberschuss wird in die Gesellschafterkonten eingestellt.

Mit einem Negativsaldo von knapp 42 000 Euro schließt die Abrechnung bei der Kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises für die vergangenen neun Jahre ab. Allein im vergangenen Jahr bezifferte sich das Defizit auf über 17 000 Euro. Der Gebührenhaushalt wurde durch Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 320 000 Euro ausgeglichen.

Wie Christian Kern von der Kreisverwaltung informierte, zeichnet sich für die Deponie in Blumenrod ab, dass Sanierungsarbeiten an den Sickerwassersammelleitungen vorgenommen werden müssen. Dafür sei mit weiteren Kosten zu rechnen. Der Rest der Rücklage für die Abfallwirtschaft beläuft sich nach den letzten Entnahmen auf 380 000 Euro.

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