Lanzendorf
Gewässerausbau

Geiersbach hat wieder ein sichtbares Bett

Mit der Verlegung des Geiersbaches hat die Gemeinde Himmelkron auf einer Länge von 1,5 Kilometern einen ökologischen Gewässerausbau vorgenommen. Das ehrgeizige Projekt steht vor seinem Abschuss. In de...
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Der gestaltete Bereich an der Königsberger Straße  Foto: Werner Reißaus
Der gestaltete Bereich an der Königsberger Straße Foto: Werner Reißaus

Mit der Verlegung des Geiersbaches hat die Gemeinde Himmelkron auf einer Länge von 1,5 Kilometern einen ökologischen Gewässerausbau vorgenommen. Das ehrgeizige Projekt steht vor seinem Abschuss. In der jüngsten Sitzung vergab der Gemeinderat den Auftrag für den Landschaftsbau sowie die Pflanz- und Saatarbeiten an die Firma Ramming und Tröster aus Schlömen für 38 660 Euro vergeben. Insgesamt kostet die Maßnahme rund 700 000 Euro. Die Tiefbauarbeiten hatte die Firma Günther-Bau aus Stadtsteinach erledigt.

Harald Peetz (CSU) freute sich, dass diese ökologische Maßnahme zum Abschluss kommt: "Wir haben damit auch ein Stück Natur gestaltet." Sein Fraktionskollege Sebastian Herrmann stellte fest, dass der Natur etwas zurückgegeben wird: "Wenn man uns sonst auch einen Flächenfraß vorwirft, diese Projekt haben wir aus Überzeugung gemacht."

Mit dem Ausbau des Geiersbaches ging ein Rückbau von Gewässerverrohrungen einher. Auch eine Renaturierung des bestehenden Gewässers war erforderlich. Erklärte Zielsetzung war es laut Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU), den technischen Eingriff zu minimieren.

Öffentlich zugänglich

Gerhard Schneider verwies darauf, dass das Gewässer dritter Ordnung nun wieder offen fließen und die Bachverohrung unter den Wohngebäuden aufgegeben werden kann: "Wir wollten, dass der Geiersbach wieder öffentlich zugänglich ist." Er sprach zudem von einer Bereicherung für die Tierwelt.

In den 700 000 Euro sind die Kosten für den Radweg vom früheren Bahnhofsgelände in Lanzendorf bis zur Lanzendorfer Straße enthalten. Der Radweg auf der alten Bahntrasse kann bereits in den nächsten Tagen asphaltiert werden.

Lediglich ein Teilstück des Geiersbaches vom Autohaus Nützel bis zum Lanzendorfer Feuerwehrgerätehaus musste verrohrt werden, damit dort parallel zur Bahnhofstraße ein Gehweg angelegt werden kann.

Landschaftsarchitekt Wolfgang Sack sprach von einem ökologisch hochwertigen Bereich: "Es war ja vorher alles Ackerland. Jetzt haben wir den naturnahen Bachlauf mit den breiten Seitenflächen, die nur mit einer hochwertigen Kräutermischung angesät werden."

Rund einen Hektar landwirtschaftlicher Fläche hat die Gemeinde gekauft. "Er war nicht immer einfach", erinnerte sich Schneider. Rei.



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