Bad Staffelstein

Gehirnströme geraten ins Glühen

30 Schüler stellten sich kniffligen Herausforderungen in zweiter Runde der Oberfränkischen Mathematikmeisterschaft.
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Einfach drauflos rechnen war angesichts der teils verzwickten Aufgaben oft nicht ratsam - erst einmal überlegen war der erste Schritt aus Sicht der hochkonzentrierten Teilnehmer des Wettbewerbs. Fotos: Mario Deller
Einfach drauflos rechnen war angesichts der teils verzwickten Aufgaben oft nicht ratsam - erst einmal überlegen war der erste Schritt aus Sicht der hochkonzentrierten Teilnehmer des Wettbewerbs. Fotos: Mario Deller
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Der Namensgeber der ausrichtenden Adam-Riese-Schule applaudierte im Geiste angesichts der begeistert knobelnden Jungen und Mädchen bei der zweiten Runde der oberfränkischen Mathematikmeisterschaft. Die sich zuvor an ihren Schulen im Landkreis Lichtenfels qualifizierten 30 Jungen und Mädchen wagten sich an knifflige Aufgaben, um es ins Finale des Wettbewerbs am 11. Dezember zu schaffen.

"Ihr habt es in die zweite Runde geschafft, seid also jetzt schon Sieger", betonte die Schulleiterin Astrid Balzar, als sie die jungen Teilnehmer nebst Eltern und Großeltern in der Aula willkommen hieß. Der Wettbewerb soll die Freude an der Beschäftigung mit mathematischen Fragestellungen fördern und die Mathematik auch einmal ins öffentliche Interesse rücken.

60 Minuten für zwölf Aufgaben

Bei den Jungen und Mädchen, die die erste Hürde im Wettbewerb genommen hatten, handelte es sich um "Mathe-Fans", die einfach gerne knobeln. Um die zwölf Aufgaben in 60 Minuten zu lösen, bedurfte es nicht nur der Beherrschung der vier Grundrechenarten, sondern darüber hinaus schon eines gehörigen Maßes logischen Denkens und räumlichen Vorstellungsvermögens sowie der Fähigkeit, konzentriert zu kombinieren.

Bei einer Aufgabenstellung wurde ein in 64 Einzelwürfel zerteilter Gesamtwürfel gedanklich in Farbe getaucht, und es galt die Frage zu beantworten, wie viele der Einzelwürfel anschließend noch ohne Farbe sind. An anderer Stelle waren die zur Verfügung stehenden Ziffern 1, 2, 3, 4, 5, 7 und 9 so in vorgegebene leere Kästchen einzusetzen, dass sich hieraus eine korrekte Addition ergibt. Weitere Aufgaben hatten das Zersägen von Brettern, Umlegen von Streichhölzern oder Ausgaben für Geburtstagsgeschenke zum Gegenstand. Gegen 16 Uhr standen dann das beste Mädchen fest. Matti Schleupner von der Pater-Lunkenbein-Schule und Svea Kaspar von der Adam-Riese-Schule Bad Staffelstein hatten somit das "Ticket" gebucht für die oberfränkischen Finalrunde am Mittwoch, 11. Oktober, von 14 bis 17 Uhr in der Friedrich-Baur-Grundschule Burgkunstadt.

Ein Stechen musste entscheiden

Eltern und Großeltern hatten es sich in der Zwischenzeit während des Wettbewerbs im Bistro der Adam-Riese-Schule bei Kaffee und Kuchen gemütlich gemacht, ferner gab es eine Buchausstellung. Bis zur feierlichen Siegerehrung in der Schulaula bedurfte es ohnehin ein wenig Geduld, zumal es für vier Kinder quasi in die "Verlängerung" ging. Um den oder die Drittplatzierte(n) als weiteren Qualifikanten für die Finalrunde zu ermitteln, musste ein Stechen her und die vier Jungen und Mädchen noch einmal einige Aufgaben lösen. Umso größer dürfte am Ende die Freude von Timofej Henzler von der Grundschule Weismain gewesen sein, der eben jenen dritten Rang belegte.

Im Beisein von Rektorin Astrid Balzar und dem Zweiten Bürgermeister Hans-Josef Stich, durften sich alle Teilnehmer über ein Präsent und eine hübsche Urkunde freuen.

Und der Humor kam bei der zweiten Runde der oberfränkischen Mathematikmeisterschaft auch nicht zu kurz. Dass der legendäre TV-Star zwar Bärenkräfte hat, aber in Sachen Rechnen nicht besonders talentiert ist, wurde einmal mehr deutlich, als zur musikalischen Umrahmung Kinder der dritten und vierten Jahrgangsstufe der Adam-Riese-Schule das Pippi-Langstrumpf-Lied vortrugen: "Drei mal drei macht sechs, widdewidde wer will's von mir lernen?" Rektorin Astrid Balzar sagte, den drei Teilnehmern aus dem Landkreis drücke man die Daumen für die Finalrunde der Oberfränkischen Meisterschaft in Burgkunstadt. Dann wird erneut den Worten eines Leonardo da Vinci Rechnung getragen, von dem der folgende Satz überliefert ist, der auch ein wenig Um-die-Ecke-Denken erfordert: "Wer die erhabene Weisheit der Mathematik tadelt, nährt sich von Verwirrung."

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