Pfarrweisach
Benefizlauf

Gehen fürs Leben und Überleben

"Gehen, laufen, joggen" - so lautet das Motto beim Benefizlauf am Sonntag, 29. April, der um 13.30 Uhr am Bürgerzentrum startet. Veranstaltet wird der Lauf vom Kolumbienkreis der Pfarrei Pfarrweisach,...
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Salome wurde von ihrem Urgroßvater unter unsäglichen Bedingungen am Leben erhalten. Beiden verhilft die Stiftung "Weg der Hoffnung" jetzt zu einem menschenwürdigen Leben. Foto: privat
Salome wurde von ihrem Urgroßvater unter unsäglichen Bedingungen am Leben erhalten. Beiden verhilft die Stiftung "Weg der Hoffnung" jetzt zu einem menschenwürdigen Leben. Foto: privat
"Gehen, laufen, joggen" - so lautet das Motto beim Benefizlauf am Sonntag, 29. April, der um 13.30 Uhr am Bürgerzentrum startet. Veranstaltet wird der Lauf vom Kolumbienkreis der Pfarrei Pfarrweisach, der als Initiativgruppe die Stiftung "Weg der Hoffnung" mit Sitz in Mainaschaff unterstützt.
In Zusammenarbeit mit dem Familienkreis der Gemeinde Pfarrweisach mit Michaela Pecht als Vorsitzender und vielen freiwilligen Helfern aus den Vereinen und dem Dorf wird der Lauf durchgeführt. Dabei stehen Routen mit drei, acht und zwölf Kilometern Länge zur Auswahl, die - je nach Belieben - gegangen, gewandert, gewalkt oder gejoggt werden können.


Bereitschaft, etwas abzugeben

Schirmherr ist wie in den letzten Jahren Landrat Wilhelm Schneider, der die Stiftung schon seit seiner Zeit als Bürgermeister in Maroldsweisach kennt und fortwährend unterstützt. Er wird auch wieder die große Strecke joggen. Mit dabei sein werden auch der Bürgermeister der Gemeinde Pfarrweisach, Ralf Nowak, sowie der Dekan Stefan Gessner.
Mit einer offiziellen Eröffnung und dem Startschuss geht es gemeinsam los. Die Freude an der Bewegung, das Zusammensein mit Gleichgesinnten und die Bereitschaft, vom eigenen Wohlstand etwas abzugeben, das sind die Ziele dieses Laufes.
Gleichsam als Dankeschön des Kolumbienkreises werden Läufer und Besucher ab 16.30 Uhr von der Tanzgarde aus Heubach (Trainerin ist Petra Elflein) mit Showtänzen unterhalten. Für die Kinder bietet der Familienkreis ein Mitmachprogramm, das beim Aussichtsturm in den Vogelauen angeboten wird. Läufer haben die Möglichkeit, nach dem Lauf im Gemeindezentrum zu duschen. Alle Teilnehmer und Gäste können sich mit Kaffee, Torten und Kuchen sowie Bratwürsten und Steaks stärken.
Am Aussichtsturm in den Baunachauen, der von den Teilnehmern aller drei Routen passiert wird, gibt Michael Groß aus Pfarrweisach, der örtliche Jagdpächter, Einblicke in das neue Naturprojekt. Für den Durst zwischendurch stehen an mehreren Verpflegungsstationen Getränke bereit.


Die kleine Salome als Beispiel

"Bei uns sind die Menschen in der glücklichen Lage, in einer friedlichen Gesellschaft zu leben. Ganz anders hingegen sieht die Situation in Kolumbien aus", sagt die Sprecherin des Kolumbienkreises Pfarrweisach, Walburga Albert.
Sie nennt ein Beispiel: Die zweijährige Salome muss ohne Eltern aufwachsen. Ihr Vater ist verschwunden, die Mutter im Drogenmilieu untergegangen. Der 72-jährige Urgroßvater Guillermo betreut die Kleine, so gut es geht, am Rande der Stadt Villavicencio, wo er sie in einem Plastikverschlag unter unsäglichen Bedingungen am Leben erhielt. Heute werden beide durch die Stiftung in Kolumbien betreut. Sie sind ein Beispiel dafür, wie die Hilfe der Stiftung "Weg der Hoffnung" für mehr als 2000 Kinder und Jugendliche ankommt. Die Kinder konnten in der Stiftung aufgenommen werden und erhalten Essen und Trinken, Kindergartenbesuch, Schul- und Berufsausbildung.
Gehen fürs Leben und Überleben ist bei dem Benefizlauf in zweifacher Hinsicht ein guter Weg: Für die Kinder in Kolumbien, denn der Erlös kommt zu 100 Prozent bei den Kindern an, und für die Teilnehmer am Lauf.


"Eine gute Gemeinschaft"

Walburga Albert, die Sprecherin des Kolumbienkreises, betont, dass seit nunmehr fast 30 Jahren zahlreiche Menschen aus Pfarrweisach und Umgebung mit ihren Spenden diese Stiftung immer wieder großherzig unterstützen. Faszinierend dabei sei, mit welcher Freude die Leute aus den Vereinen und der Bevölkerung, vor allem aus Kraisdorf, aber auch aus der Umgebung mithelfen, logistisch unterstützen und mit anpacken, wo es gebraucht wird. "Eine gute Gemeinschaft, die trägt."
Mit einem freiwilligen Spendeneinsatz als Startgeld beim Benefizlauf haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Not von Salome und ihrem Urgroßvater Guillermo und den vielen Kindern gleichen Alters zu lindern. Weitere Informationen dazu sind unter www.wegderhoffnung.de zu finden. ka
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