Höchstadt a. d. Aisch

Gegen Unfrieden in der Welt protestieren, aber permanent für Unfrieden sorgen

Zum Thema "Kino in Höchstadt", unter anderem im Bericht über die Kinderwünsche (FT vom 24. Dezember) und im Beitrag von Ulrike und Werner Schramm ("Brehm entwirft ein Zerrbild von der Arbeit des Aisch...
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Zum Thema "Kino in Höchstadt", unter anderem im Bericht über die Kinderwünsche (FT vom 24. Dezember) und im Beitrag von Ulrike und Werner Schramm ("Brehm entwirft ein Zerrbild von der Arbeit des Aischtaler Filmtheaters", FT vom 28. Dezember), ging folgende Lesermeinung ein: Der Duden nennt zu "agitieren" folgende Begriffe: Eifrig betreiben; beeinflussen; einwirken; ungenügende Kenntnis über etwas/jemanden beseitigen". Während die ersten Begriffe das Verhalten von Herrn Schramm treffend beschreiben, denn er versucht mit dem leidigen Thema Kinostreit nach den Nordbayerischen Nachrichten nun über den Fränkischen Tag auch den letzten Mitbürger Höchstadts zu infizieren, wartet man vergeblich darauf, Erkenntnis darüber zu erhalten, wie hoch der jährliche Zuschuss aus dem Stadtsäckel ist, der dem Verein Aischtaler Filmtheater gewährt wird.

Außerdem wird ihm kostenfrei ermöglicht, alle zwei Wochen im Amtsblatt seine Filmangebote ausführlich vorzustellen (in der Ausgabe vom 28. Dezember mehr als eine Spalte).

Die gern gebrauchte Wortschöpfung "Unterbietungskonkurrenz" schafft vielleicht die Hürde zum "Unwort des Jahres", erschöpft sich aber lediglich in vagen Vermutungen gegen Bürgermeister und Stadtrat. Wer hätte davon gehört, dass sich Aldi, Norma, Lidl oder Edeka über die Ansiedelung von Rewe im Aischpark-Center beschweren, weil dort die Lebkuchen 10 Cent billiger verkauft werden? Konkurrenz belebt das Geschäft, der bessere Anbieter kann Kunden gewinnen!

Dass offensichtlich auch ohne Konkurrenz seitens der KKF nur wenige Besucher ins Aischtaler Kulturkino strömen, zeigte unter anderem die Tatsache, dass sich zu dem selbstgedrehten Film von Herrn Schramm, der wenige Tage vorher in den Nordbayerischen Nachrichten mit einer halben Zeitungsseite ausführlich beworben wurde, nur etwa ein Dutzend Besucher eingefunden hatte.

Interessanterweise äußerte sich ein Mitglied der Familie Hack (ehemals Bekleidungshaus in der Hauptstraße) zur Situation in der Innenstadt, dass Veränderungen bereits in der Amtszeit des vorhergehenden Bürgermeisters Bernd Bergmann stattgefunden hätten!

Es nutzt offenbar wenig, am Höchstadter Marktplatz verbal gegen den Unfrieden in der Welt zu protestieren, aber seit Monaten in der Gemeinschaft, in der man leben möchte, permanent für Unfrieden zu sorgen! Ein altes deutsches Sprichwort skizziert die nunmehr entstandene Situation meines Erachtens so: "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!"

Ich wünsche mir und den Bürgern der Stadt ein friedliches Miteinander, keine Haarspaltereien!"

Sabine Grasse, Höchstadt

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