Nordhalben
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Gegen Stilllegung von Wald

Zwischen den Ortschaften Grumbach und Titschendorf entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze nahe Nordhalben soll ein 1400 Hektar großes Waldgebiet komplett stillgelegt werden. Es handelt sich um e...
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Zwischen den Ortschaften Grumbach und Titschendorf entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze nahe Nordhalben soll ein 1400 Hektar großes Waldgebiet komplett stillgelegt werden. Es handelt sich um ein Waldgebiet, das aktuell zu 90 Prozent mit Fichten bestockt ist. Gegen diese Maßnahme regt sich nun Widerstand. So haben unter anderem die Bürgermeister Michael Pöhnlein (Nordhalben) und Jan Schübel (Wurzbach) zur Teilnahme an einer Demonstration aufgerufen, die am Samstag, 20. Juli, ab 10 Uhr in Rodacherbrunn stattfindet.

Gefahr durch Borkenkäfer

Die Gegner der Stilllegung betonen, dass durch eine Nichtbewirtschaftung ein Übergreifen des Borkenkäfers auf die angrenzenden bayerische Wälder Wirklichkeit werden würde. "Wir meinen, eine naturnahe Forstwirtschaft muss in diesem Gebiet unbedingt durchgeführt werden, um durch Waldumbaumaßnahmen in diesem Gebiet stabile, zukunftsfähige Mischwälder zu schaffen."

Nachwachsender Rohstoff

Bereits vorhandene, für den Naturschutz wertvolle Bereiche, wie Altlaubholzbestände, könnten vielmehr als Naturwaldreservate ausgewiesen werden, in denen keine Bewirtschaftung stattfindet. Damit erhalte der Wald seine multifunktionalen Aufgaben. Dazu zählen die Gegner den Wald als nachwachsenden Rohstofflieferant für die einheimische Säge- und Papierindustrie. Das dient wiederum zur Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Forstwirtschaft und den nachfolgenden Verarbeitungsbetrieben.

Vielfältiger Lebensraum

Nicht zu vergessen sei die Co2-Speicherung in den produzierten Holzbaumaterialien, die Erholungsfunktion und der Wald als vielfältiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Das Vorhandensein von Arten wie Schwarzstorch, Rotmilan oder Luchs beweise zudem, dass naturnah bewirtschaftete Wälder eine große Bedeutung für die Artenvielfalt haben. red

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