Haßfurt

Gegen die Seuchen

Der Kreis hat für Jäger eine Aufbruchsammelstelle eingerichtet. Sie soll Krankheiten vorbeugen. In Haßfurt können Tierreste entsorgt werden.
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In Tonnen werden die Wildreste in der Sammelstelle gekühlt gelagert, bis sie abtransportiert werden.  Foto: cl
In Tonnen werden die Wildreste in der Sammelstelle gekühlt gelagert, bis sie abtransportiert werden. Foto: cl

Eine von insgesamt drei im Landkreis Haßberge geplanten Aufbruchsammelstellen für Jäger wurde am Donnerstag auf dem Gelände des Kreisbauhofes in Haßfurt eröffnet.

Ab sofort können hier alle Jäger aus dem Landkreis nicht verwertbare Teile von erlegten Wildtieren abliefern, so zum Beispiel Fell, Magen und Darminhalt. Die Überreste werden in 240-Liter-Tonnen gesammelt und gekühlt aufbewahrt, bis sie von einer Tierkörperverwertungsanlage abgeholt werden. "Wir haben zwar momentan Friedenszeit, also keine Seuche", sagte Veterinäramtsleiter Werner Hornung. Aber es sei wichtig, dass nur die Reste gesunder Tiere abgegeben werden. Falls eine Seuche auftreten sollte, stehen in der Aufbewahrungsbox Metallbehälter bereit, in denen dann nach Anweisung das kontaminierte Wild entsorgt werden kann. Dies sei Teil eines Konzeptes, um Krankheiten so schnell wie möglich eindämmen zu können. Dem Landkreis sei dies sehr wichtig, weshalb er die Investitionskosten von rund 18 000 Euro für die Sammelstelle mit Kühlung und Überdachung sowie einen Autoanhänger zum Transport der verendeten Tiere übernommen hat.

Auch in Ebern und Hofheim

Die Aufbruchsammelstelle in Haßfurt ist werktags zugänglich; Stephan Biertempfel betreut sie. In Ebern und in Hofheim sind weitere Anlagen geplant. cl



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