Hofheim i. UFr.
Kreisjugendring

Gegen das Vergessen

"Erinnern und nicht vergessen" ist ein Leitmotiv der internationalen Jugendbegegnung mit Israel des Kreisjugendrings (KJR) Haßberge. Die jungen Menschen setzen sich mit der Vergangenheit auseinander u...
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"Erinnern und nicht vergessen" ist ein Leitmotiv der internationalen Jugendbegegnung mit Israel des Kreisjugendrings (KJR) Haßberge. Die jungen Menschen setzen sich mit der Vergangenheit auseinander und wirken somit gegen Antisemitismus und Rassismus. Bei der Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings in Hofheim wurde die "Erinnerungskultur" zum inhaltlichen Schwerpunkt gemacht. Zwei Vertreterinnen der Jugendbildungsstätte Unterfranken stellten den Delegierten der Jugendverbände und weiteren Gästen das Projekt "DenkOrte gegen den Hass" vor.

Ausgangspunkt für die Projektarbeit ist der "DenkOrt Aumühle". Am Güterbahnhof Aumühle in Würzburg fanden zwischen 1941 und 1943 die Deportationen unterfränkischer Juden in die Konzentrationslager im Osten statt. Unter dem Motto "Zurück in die Dörfer" warben die beiden Referentinnen dafür, gemeinsame Projekte mit Jugendlichen vor Ort in den Kommunen im Haßbergekreis anzubieten. Für die genaue Planung besteht große Offenheit, wie aus einem Bericht des KJR zur Vollversammlung deutlich wird.

Biografischer Ansatz

Mit einem biografischen Ansatz kann nach Schicksalen in der Vergangenheit geforscht werden, es können Gedenkorte besucht oder Aktionstage gemeinsam gestaltet werden. Interessierte können sich an Katharina Wehinger vom "Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage" wenden.

Der Bürgermeister der Stadt Ebern, Jürgen Hennemann, hat in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass in Ebern mit dem Projekt "Vergissmeinnicht" eines P-Seminars des Eberner Gymnasiums eine umfangreiche biografische Erinnerungsarbeit vorliegt. Susanne Makowski (KJR-Vorstandsmitglied) ergänzte, dass diese Ausstellung mittlerweile ins Hebräische übersetzt wurde und aktuell in der Schule in Kiryat Motzkin in Israel gezeigt wird. Kiryat Motzkin, eine Vorstadt von Haifa, ist die Partnerstadt des Landkreises Haßberge in Israel.

Für das Ressort internationale Jugendbegegnung berichtete Susanne Makowski von Eindrücken der Jugendbegegnungsfahrt nach Israel in den Pfingstferien 2018. Sie gab einen Ausblick auf den Gegenbesuch im Sommer dieses Jahres.

Weitere Themen der Tagung

Einen besonderen Hinweis gab KJR-Vorsitzender Daniel Fischer auf die Verschiebung der Ehrenamtsfahrt 2019. Sie sollte bereits in den Osterferien nach Hamburg führen. Da sich aber zu wenige Teilnehmer angemeldet hatten, wurde die Fahrt für den 26. bis 28. Oktober neu ausgeschrieben, wie er erklärte.

KJR-Geschäftsführer Frank Kupfer-Mauder stellte die wichtigsten Entwicklungen in der Jahresrechnung 2018 vor.

Abschließend musste für das kurzfristig zurückgetretene KJR-Vorstandsmitglied Johannes Lang eine Nachwahl angesetzt werden. Vorsitzender Daniel Fischer bedankte sich für dessen Engagement im Kreisjugendring. Bei der Nachwahl konnten dann allerdings keine Kandidaten gefunden werden.

Fischer nutzte die Situation, um Werbung für die Vorstandsarbeit im KJR zu betreiben. Vor allem hinsichtlich der Neuwahlen im Frühjahr 2020, bei der er nach zwölf Jahren nicht mehr als Vorsitzender kandidieren darf. Im Herbst 2019 wird die Nachwahl für den einen freien Posten entsprechend fortgesetzt. red

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