Bamberg

Gefahr im Netz wächst

Die Bamberger Verbraucherzentrale appelliert, sich bestmöglich zu schützen.
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Ob durch Hackerangriffe oder Phishing-Mails - dass persönliche Daten in falsche Hände geraten, kann jeden treffen. "Ein großes Problem ist dabei der sogenannte Identitätsdiebstahl", berichten Brigitte Büttel und Dorothea Tetschlag von der Verbraucherzentrale in Bamberg in einer Pressemitteilung. Davon spricht man, wenn Kriminelle im Internet gestohlene Daten für Betrügereien missbrauchen. Die Verbraucherzentrale Bayern hat das Thema in den Fokus des diesjährigen Weltverbrauchertages gestellt.

Die Fälle reichen von gefälschten Einkaufstouren mit fremden Kreditkartendaten bis zu dubiosen Abbuchungen über die Handyrechnung. "Damit es erst gar nicht dazu kommt, sind sichere Passwörter und das Erkennen von Phishing-Mails wichtig", betonen die Verbraucherschützerinnen.

"Simple Passwörter können wir uns zwar gut merken, sie sind aber meist nicht besonders sicher", so Dorothea Tetschlag. Sichere Passwörter sollten mindestens zehn Zeichen lang sein und in keinem Wörterbuch zu finden sein. Und am besten verwendet man für jedes Nutzerkonto ein eigenes Passwort. Denn was ist, wenn auf einmal das Passwort für Ebay geklaut wird, das zugleich vielleicht auch der Schlüssel zu Paypal, diversen Online-Shops sowie zum E-Mail-Account ist? Dann besteht schnell die Gefahr, dass sich Dritte einloggen und mit falschen Daten Bestellungen im Internet tätigen. Die Rechnungen gehen dann an die Opfer des Identitätsdiebstahls. Fremde können mit gestohlenen Logins außerdem Verträge abschließen, Nachrichten verschicken, Profile verändern und vieles mehr. "Für Betroffene bleibt häufig unklar, wie die Täter an ihre digitalen Identitäten gelangt sind und in welchem Umfang diese nun genutzt oder weitergegeben werden", weiß Brigitte Büttel.

Empfehlenswert sind sogenannte kryptische Passwörter. Diese lassen sich einfach und schnell mithilfe eines Kryptonizers erzeugen, der aus einem einfachen Wort ein sicheres Passwort erstellt. In der Bamberger Beratungsstelle am Kunigundendamm 1a sind solche Kryptonizer in Kartenform kostenfrei erhältlich.

Phishing-Mails erkennen

Betrüger kommen oft per Phishing-Mails an die Daten ihrer Opfer. Unter Phishing versteht man das Angeln (Fishing) nach Passwörtern. "Wer per E-Mail nach sensiblen Daten wie der Bankverbindung gefragt wird, sollte äußerst vorsichtig sein", warnt die Verbraucherzentrale. Denn Nutzer werden so oft auf gefälschte Websites gelockt, um dort ihre Daten preiszugeben. "Tückisch ist, dass die entspre-chende Betrugswebsite der Originalwebsite sehr ähnlich sieht", so Brigitte Büttel. Vor welchen verdächtigen E-Mails die Verbraucherschützer aktuell warnen, ist unter dem Stichwort "Phishing-Radar" auf der Internetseite www.verbraucherzentrale-bayern.de aufgeführt. Haben Kriminelle bereits Geld vom Konto überwiesen, sollten Betroffene schnell handeln. Die Verbraucherzentrale in Bamberg rät: "Informieren Sie Ihre Bank und sperren Sie die betroffenen Konten und Karten. Stellen Sie auf jeden Fall Strafanzeige bei der Polizei." Zudem ist empfehlenswert, Kontoauszüge sorgfältig auf unerklärliche Abbuchungen und Kontobewegungen zu überprüfen. red

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