Kronach
KKV-Jahresausstellung

Gedichte gemixt mit Jazzstücken

Im Rahmen der Jahresausstellung des Kronacher Kunstvereins (KKV) gestalteten Karl Heinrich Heppt und Viktor Neuwert, Saxophon, und Helena Neuwert, E-Piano, ...
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Karl Heinrich Heppt (Mitte), Helena Neuwert E-Piano, Viktor Neuwert Saxophon. Foto: privat
Karl Heinrich Heppt (Mitte), Helena Neuwert E-Piano, Viktor Neuwert Saxophon. Foto: privat
Im Rahmen der Jahresausstellung des Kronacher Kunstvereins (KKV) gestalteten Karl Heinrich Heppt und Viktor Neuwert, Saxophon, und Helena Neuwert, E-Piano, ein gemeinsames Kleinkunstprogramm. Heppt kündigte eine Reise durch den deutschsprachigen Humor des 19. und 20. Jahrhunderts an. Im ersten Teil des Abends rezitierte er Gedichte von Wilhelm Busch, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz. Humorvoll vorgetragen, informierte Heppt das begeisterte Publikum kurzweilig auch über die Biografien der Künstler.


Je 15 Gedichte

Er wählte von den genannten Poeten je 15 Gedichte aus. Als Beispiele seien genannt: "Man ist ja von Natur kein Engel / vielmehr ein Welt- und Menschenkind / und rundherum ist ein Gedrängel / von solchen, die dasselbe sind" (W. Busch).
Oder auch "Der Lattenzaun" von Christian Morgenstern bzw. "Ich habe dich so lieb" von Joachim Ringelnatz.
Dass das Publikum über die zum Teil mehr als hundert Jahre alten Gedicht auch jetzt noch herzhaft lachen kann, belegt deren intellektuellen, zeitlosen Humor - ohne billigen Tabubruch.
Eröffnet wurde der literarisch-musikalische Abend von Viktor und Helena Neuwert mit "Caravan" aus der Feder von Duke Ellington. Der kurzweilige, abwechslungsreiche und unterhaltsame Abend wurde vom aufmerksamen und mitgehenden Publikum immer wieder mit Zwischenapplaus bedacht. Karol Hurec erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass K. H. Heppt schon 1988 mit eigenen Aphorismen und Gedichten im KKV zu Gast war. Zusammen mit ihm sei er 1993 ebenfalls im Rahmen der Jahresausstellung als Zauberer aufgetreten.


Neu interpretierten Jazzstücke

Nach der Pause folgten Gedichte und Sentenzen von Eugen Roth und Heinz Erhardt, die auch zu großer Erheiterung beitrugen. Das gesamte literarische Programm rezitierte Heppt humorvoll, souverän mit entsprechender Gestik und Mimik.
Viktor und Helena Neuwert begeisterten die Zuhörer immer wieder durch ihre neu interpretierten Jazzstücke, viele Kompositionen stammten von Christopher Norton, die von Viktor Neuwert gekonnt arrangiert wurden.
Hier wurde deutlich, dass auch in der Musik, Humor und Witz ihren Platz haben. Helena begleitete das mitreißende Saxophonspiel ihres Mannes kongenial am E-Piano.
Nach einem langen, enthusiastischen Schlussapplaus folgte von beiden noch als Zugabe das weltbekannte Stück "Take Five" von Paul Desmond. red
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