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Hammelburg
Kolping

Gedenken an Pfarrer Rappert

Die Kolpingsfamilie Hammelburg gedenkt des 150. Todestages ihres Gründers, Pfarrer Michael Rappert, der am 31. August 1869, zehn Jahre nach der Gründung des Gesellenvereines, im Alter von nur 43 Jahre...
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Die Kolpingsfamilie Hammelburg gedenkt des 150. Todestages ihres Gründers, Pfarrer Michael Rappert, der am 31. August 1869, zehn Jahre nach der Gründung des Gesellenvereines, im Alter von nur 43 Jahren an einem Herzleiden starb. Pfarrer Rappert war ein engagierter Priester, dem nicht nur die religiöse Bildung seiner Pfarrkinder am Herzen lag, sondern auch die Linderung der sozialen Nöte seiner Zeit. Diese Motive bewegten ihn auch dazu, die Gründung des Gesellenvereines, obwohl er erst im Januar 1859 seinen Dienst als Pfarrvikar in Hammelburg angetreten hatte, zu unterstützen.

Das Münchener Sonntagsblatt zitiert Pfarrer Rappert aus einer Predigt anlässlich des Ersten Stiftungsfestes des Gesellenvereines am 24. Mai 1860: "Die religiöse Verwilderung der Kinder, der Mangel an regelmäßigen Kirchenbesuchen, (...) die fast allgemeine Entheiligung der Sonn- und Feiertage - das sind die Grundübel unserer Zeit." Und an die Meister gerichtet, sagte der Seelsorger: "Die Meister dürfen die Gesellen nicht als bloße Arbeitskräfte, als Maschinen betrachten, (...) sondern als Personen, deren sittliche Kräfte in ihrem Meisterhause gefördert werden sollen." Zeichen für sein soziales Engagement sind die Unterstützung der Gründung einer "Kinderbewahranstalt" 1864, und die Versorgung vieler bayerischer und preußischer Verwundeter im "Deutschen Krieg" 1866 in seinem Pfarrhaus (die er bescheiden in seiner Chronik über die Kriegsereignisse in und um Hammelburg erwähnt hat), wofür er mit einem preußischen Verdienstorden geehrt wurde. red

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