Baiersdorf
Judenfriedhof

Gedenken an das Pogrom von 1938

Die Gruppe Kultur und Soziales der Agenda 21 der Stadt Baiersdorf lädt ein zum Gedenken an das Pogrom vom 9. November 1938 mit einem Erinnerungsgang über de...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Gruppe Kultur und Soziales der Agenda 21 der Stadt Baiersdorf lädt ein zum Gedenken an das Pogrom vom 9. November 1938 mit einem Erinnerungsgang über den israelitischen Friedhof Baiersdorf.
Die Führung mit Horst Gemeinhardt (Studiendirektor a.D., Historiker, Stadtführer) beginnt am Donnerstag, 9. November, in der Judengasse 14 an der Sparkasse, dem ehemaligen Standort der Synagoge und des Rabbinerhauses, um die grundsätzlichen Fragen der Existenz einer jüdischen Gemeinde in Baiersdorf anzusprechen.
Die Führung wird fortgesetzt auf dem Friedhof selbst, dem "Guten Ort" der aschkenasischen Tradition, wo es gilt, die "Steine zum Sprechen zu bringen". Hier werden männliche Besucher um das Tragen einer Kopfbedeckung gebeten. Er liegt mitten in der Stadt im Unterschied zum fränkischen Landjudentum. Er ist älter (15. Jahrhundert) als das "Haus der Ewigkeit" zu Fürth, war der Bezirksfriedhof des markgräflichen Landrabbinats sowie der bischöflichen und reichsritterschaftlichen Umgebung. Hier finden sich Gräber berühmter Mitbürger, aber auch trauriger Schicksale wie einer im Kindbett verstorbenen Frau und Kindergräber. Man beachte die Ausrichtung der Gräber "nach Westen", nämlich zur einstigen Synagoge. Die seit 2013 im Gang befindliche wissenschaftliche Gesamtaufnahme und Dokumentation durch das Institut für Judaistik wird in einem Sachstandsbericht vorgestellt. red
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren