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Herzogenaurach
Diskussion

Gebühren treffen auf Fördergelder

Michael Busch "Ich hoffe, dass wir nicht in den Wahlkampfmodus gehen", eröffnete Kurt Zollhöfer (CSU) seine Ausführungen zu einem anlässlich der Stadtratssitzung gestellten Antrag. In diesem ging es d...
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Eigene Bude oder geliehene Bude? Den Aufbau bezahlen oder den Stand im Eigentum haben, das sind die Varianten für Vereine. Foto: Bernhard Panzer
Eigene Bude oder geliehene Bude? Den Aufbau bezahlen oder den Stand im Eigentum haben, das sind die Varianten für Vereine. Foto: Bernhard Panzer

Michael Busch "Ich hoffe, dass wir nicht in den Wahlkampfmodus gehen", eröffnete Kurt Zollhöfer (CSU) seine Ausführungen zu einem anlässlich der Stadtratssitzung gestellten Antrag. In diesem ging es darum, dass es für Herzogenauracher Vereine eine Kostensenkung geben solle, wenn diese unter anderem Leistungen der Stadt insbesondere des Bauhofes in Anspruch nehmen. Zollhöfer erläuterte, dass dieser Antrag in die Richtung ziele, den Vereinen und den dort ehrenamtlich Tätigen eine entsprechende Anerkennung ihrer Arbeit zukommen zu lassen und diese auch finanziell zu entlasten. "Immerhin", so führte in einem weiteren Beitrag auch Walter Nussel (CSU) aus, "werde das erzielte Geld bei Festen vor allem wieder in die Ehrenarbeit, insbesondere in die Jugendarbeit gesteckt."

Bürgermeister German Hacker erwiderte: "Das Thema wurde im Oktober 2015 vom Stadtrat abschließend beraten. Es erging keinerlei Folgeauftrag zur Bearbeitung, insofern ist die Anmerkung, die Diskussion sei leider bis heute ohne nennenswertes Ergebnis, völlig grundlos." Er finde es bemerkenswert, dass ein solcher Antrag, der ja gegebenenfalls mit Kosten verbunden ist, drei Wochen nach Beschluss des Haushalts 2020 erfolgt. Allerdings verstehe er den Antrag als Bitte um Prüfung von Vorschlägen. "Das kann man natürlich tun."

Zumal er erklärte, dass in den vergangenen fünf Jahren zwar 10 200 Euro an den Bauhof gezahlt wurden, aber auf der anderen Seite 2,1 Millionen Euro an Fördergelder an die Vereine ausgezahlt wurden. Dem Hinweis, dass es in anderen Gemeinden rund um Herzogenaurach deutlich geringere Gebühren gebe, entgegnete er: "Wir können das angleichen, dann müssen wir aber auch die Fördergelder angleichen und die sind sicher ebenfalls niedriger."

Die Stadt wird die Thematik ergebnisoffen prüfen und die Möglichkeiten vorstellen. Der Stadtrat stimmte dem zu.

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