Maßbach
Beschluss

Gebäude und Kampf gegen Schädlinge: Zuschuss für evangelische Kirche

Der Maßbacher Marktgemeinderat genehmigte der evangelisch-lutherischen Pfarrei Lauertal einen Zuschuss für den Abbruch des Wohnhauses mit Nebengebäude in der Hauptstraße 109 im Ortsteil Poppenlauer. D...
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Der Maßbacher Marktgemeinderat genehmigte der evangelisch-lutherischen Pfarrei Lauertal einen Zuschuss für den Abbruch des Wohnhauses mit Nebengebäude in der Hauptstraße 109 im Ortsteil Poppenlauer.

Die Kirchengemeinde hatte das schon lange leerstehende Gebäude gekauft, will es abreißen und anschließend mit einem Anbau das angrenzende Gemeindehaus erweitern. Die Gesamtkosten für den Abriss betragen und 40 000 Euro, Eigenleistungen seien dabei bereits berücksichtigt, teilte die Kirchengemeinde mit. Der Marktgemeinderat hatte bereits 1988 den Grundsatzbeschluss gefasst, für kirchliche Baumaßnahmen einen freiwilligen Zuschuss von 2,5 Prozent zu geben. Allerdings waren bisher keine Abbruchmaßnahmen gefördert worden.

Deshalb kam aus der Mitte des Marktgemeinderates der Vorschlag, den Zuschuss zu genehmigen, aber erst aus zu bezahlen, wenn wieder ein neues Gebäude errichtet wird. Zehn Mitglieder des Marktgemeinderates stimmten schließlich dafür, dass die Kirchengemeinde den beantragten Zuschuss von 2,5 Prozent, maximal aber 1000 Euro bekommt. Fünf Mitglieder waren dagegen.

Schädlinge knabbern an Orgel

Einem weiteren Antrag der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde stimmten alle Mitglieder des Marktgemeinderates zu. Sie hatte einen Zuschuss für die Schädlingsbekämpfung in der evangelischen Kirche in Volkershausen beantragt. In der Sitzungsvorlage heißt es, dass es in der Kirche, insbesondere in der Orgel, einen Befall an Holzschädlingen gibt, der sogar zu Funktionsstörungen bei der Orgel führe. Die Kirchengemeinde will die Schädlinge durch Begasung bekämpfen und anschließend die Orgel mit einer Schutzbehandlung sichern.

Nach Angaben der Kirchengemeinde kostet die Begasung allein etwa 9000 bis 10 000 Euro. Die Gesamtkosten betragen danach maximal 18 000 bis 20 000 Euro. Der Marktgemeinderat genehmigte schließlich den einmaligen freiwilligen Zuschuss von 2,5 Prozent, maximal 500 Euro.

Erhöhung auf zehn Gigabyte

Bürgermeister Klement berichtete auch über ein Gespräch mit der Geschäftsleitung der Firma NEFT-TV, das im Rathaus von Münnerstadt stattfand. In der Marktgemeinde gibt es immer wieder Klagen, dass die Internetverbindungen zu langsam sind, dass es ständige Fehlermeldungen bei der Wasserversorgung gibt, und dass Kunden im Service-Center des Unternehmens sehr schlecht bedient würden. Der Bürgermeister teilte mit, dass die Geschäftsleitung zugesagt hat, die Probleme bis April/Mai zu beheben. Insbesondere werde die Kapazität der Glasfaserzuleitung von einem auf zehn Gigabyte erhöht.

Infos zu Südlink

"Dadurch wird auch unsere Gemeinde betroffen sein", teilte Bürgermeister Klement mit, als er über einen Informationsabend der Firma Tennet zum Thema "Südlink" (der Hochspannungs-Gleichstromtrasse zum Kabel zum Transport von Windenergie-Strom aus dem Norden Deutschlands in den Süden) berichtete. "Vorschlagskorridor wird dabei der Korridor an der A 71 sein", so Matthias Klement.

Nachdem die Firma Tennet ihre Unterlagen zum Bau der Kabeltrasse bei der Bundesnetzagentur eingereicht hat, finde ein zweimonatiges förmliches Beteiligungsverfahren statt, bei dem Gemeinden, aber auch Privatpersonen Hinweise oder Einsprüche einbringen könnten. Der Bürgermeister wies auch auf die geplanten Info-Veranstaltungen der Firma Tennet hin. Sie finden am 8. Mai in Oberthulba, am 7. Mai in Grafenrheinfeld und am 16. Mai in Bad Neustadt statt.

Bauanträge genehmigt

Auf der Tagesordnung standen auch zwei Baugesuche. In der Schäferei im Ortsteil Maßbach soll ein Wohnhaus einen Anbau bekommen. In der Hauptstraße im Altort von Poppenlauer soll ein neues Wohnhaus anstelle eines kürzlich abgebrochenen Hauses errichtet werden. In beiden Fällen erteilte der Marktgemeinderat einstimmig sein Einvernehmen.

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