Buchbach

"Gaudi-Musikanten" in Höchstform

Im Kulturhaus in Buchbach bot die "Bochbicher Gaudi-Musik" den Gästen ein sehr unterhaltsames Abendprogramm.
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Die "Bochbicher Gaudi-Musik" mit Dominik Schirmer als "Alphorn-Casanova" Foto: Heike Schülein
Die "Bochbicher Gaudi-Musik" mit Dominik Schirmer als "Alphorn-Casanova" Foto: Heike Schülein

Mit der "Späten Liebe" von Ernst Mosch begrüßte Conférencier Sebastian Weigelt die zahlreichen Gäste. Mit dem Titel "Wir sind wir" und "Die kleine Kneipe" drückten die Gaudi-Musiker unter der Leitung von Michael Ruß ihre Verbundenheit zum Musikverein Buchbach aus.

Dass Trompeter Dominik Schirmer mehr als nur eine Musikervertretung für den studierenden Maximilian Klug war, bewies er mit dem Stück "Alphorn-Casanova". Dabei brillierte er so mit dem Alphorn, dass der ganze Saal förmlich brodelte und man um eine spontane Zugabe nicht herumkam.

Ein Höhepunkt war auch der Auftritt des Spielmannszuges Nörten-Hardenberg/Niedersachsen. Unter den Klängen des Marsches "Regimentsgruß" marschierte dieser mit einem Trommelwirbel ein. Gemeinsam mit der "Bochbicher Gaudi-Musik" spielten sie ihre Vereinshymne "Tippelbrüder". Ebenso erklang vom Fanfarenzug der Titel "Aus Böhmen kommt die Musik", den der ganze Saal gesanglich unterstützte.

Eine Publikumspremiere

Nach dieser klanggewaltigen Einlage kehrten die Gaudi-Musiker zurück zu weichen böhmischen Klängen mit der Polka "Meine Leidenschaft". Als Publikumspremiere trugen sie dann die "Laurentius-Polka" von Holger Mück, der mit Musikern seines Orchesters anwesend war, vor. Besonders stolz sind die sieben Musiker darauf, dass sie diese Polka im Tonstudio "Brassonic" erst vor kurzem eingespielt haben und sie inzwischen weltweit online über Streaming-Portale angehört werden kann. Die erste Single-CD wurde den Freunden aus Nörten-Hardenberg zur Erinnerung feierlich überreicht.

Beim Titel "Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk" zeigten Jörg Kiesling und Sebastian Weigelt am Tenorhorn und Bariton ihr ganzes Können. Etwas aufgedreht ging es dann im dritten Teil des Abends weiter, als immer wieder Rufe aus dem Publikum die Musiker aufforderten: "Spielt denselben Song noch mal!" Geschuldet ist dies einer Szene aus den Star-Wars-Filmen und der "Cantina Band", die immer das gleiche Stück spielt. Inzwischen hat dieser Song Kultcharakter und ist gerade bei den jüngeren Fans absolut angesagt.

Das nachfolgende Saxofonsolo der Kapelle "Lucky Cops" bei dem Stück "Coco" übernahm kurzerhand der musikalische Leiter Michael Ruß mit seiner Trompete, was mit großem Applaus belohnt wurde.

Als Jochen Fehn und Alexander Schnappauf als "Wildecker Herzbuben" auf die Bühne kamen und "Herzilein" trällerten, wusste mancher im Saal nicht, ob die Kapelle ernst oder Spaß machte, bis die anderen Musiker unter Protest abwinkten und die Musik zusammenbrach. Und um zu erklären, dass bei den beiden keine Diät funktioniert hat, sangen sie anschließend leidvoll "Wir wollten niemals auseinander gehen". So wusste nun auch der Letzte im Saal, dass die "Bochbicher Gaudi-Musik" im dritten Teil wirklich bei der "Gaudi" angekommen war.

Verstärkt wurden die nächsten Titel vom Schlagzeuger Daniel Frauenhofer vom Musikverein Buchbach. So ging es Schlag auf Schlag weiter, bis man spät in der Nacht gemeinsam das Schlusslied "Guten Abend, gute Nacht" gefühlvoll intonierte. Als letzte Zugabe spielten die ausgelaugten Musiker "S'is Feierabend".

Die Besetzung

Die "Bochbicher Gaudi-Musik" sind Michael Ruß (Leiter), Jochen Fehn und Dominik Schirmer, Trompeten, Jörg Kießling und Sebastian Weigelt (Conférencier), Bariton und Tenorhorn, Alexander Schnappauf, Posaune, und Alexander Klug, Tuba. hs

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