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Igensdorf

Gaststätte kommt zu teuer

4,8 Millionen Euro würde die Wiedererrichtung der Gastronomie in der Lindelberghalle in Igensdorf kosten.
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Wo die Lindelberghalle einst einen Gastronomiebetrieb beheimatete, ist ein solcher erst einmal nicht mehr geplant. Foto: Petra Malbrich
Wo die Lindelberghalle einst einen Gastronomiebetrieb beheimatete, ist ein solcher erst einmal nicht mehr geplant. Foto: Petra Malbrich

Was passiert mit der Gastronomie der Lindelberghalle? Das war wohl der Punkt auf der Tagesordnung, der viele Bürger interessierte, die sich für die neue Legislaturperiode auf die Wählerlisten setzen ließen. Einer davon plädierte dafür, heute noch keine Entscheidungen zu treffen, sondern das dem neuen Gremium zu überlassen und der Entscheidung der Bürger nicht vorzugreifen. Ein anderer Listenbewerber gab zu bedenken, dass es in der Nachbargemeinde einen Gastronom gibt, der nun eine neue Wirtschaft pachten möchte.

Die Gastronomie nicht weiter zu verfolgen, sondern aus der Sanierung herauszunehmen, war schließlich deshalb das Ergebnis, das in vielen Vorgesprächen und Klausurtagungen seit dem Baustopp ausgearbeitet worden war.

Der wichtigere Grund dafür: "Die Kosten für die Gastronomie in Höhe von 4,8 Millionen Euro sind zu hoch, um sie über die Pacht wieder einzuholen. Die Pacht müsste mindestens 4500 Euro monatlich betragen, damit es kostendeckend wäre. Den Wirt muss man erst finden", erklärte Bürgermeister Wolfgang Rast (IU). Und selbst wenn sie einen Wirt fänden, wäre das nicht so einfach, denn dieser müsse irgendwann mit Gewinn arbeiten.

Ob man die Vorsteuer wieder erhalte, wenn das neue Gremium entscheide, wollte Edeltraud Rösner (CSU) wissen. Wohl nicht. Wenn der neue Wirt nach einiger Zeit nicht gewinnbringend arbeite, könne ohnehin keine Vorsteuer abgezogen werden, ergänzte Bernd Merkl (IU). Bei einer monatlichen Pacht von fast 5000 Euro, kein Kinderspiel.

Die Gemeinde sei nicht in der Pflicht, eine Gastronomie zu errichten, trotzdem meinte Barbara Poneleit, man sollte einem Wirt die Gelegenheit geben, die Wirtschaft herzurichten. Mit drei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat, auf die Wiedererrichtung der Gastronomie vorerst zu verzichten.

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