Windischenhaig
Pflanzaktion

Gartenbauverein Windischenhaig sorgt für Zuwachs auf der Streuobstwiese

Um rund 70 Prozent ist seit 1965 die Anzahl der Streuobstwiesen zurückgegangen. Die Erweiterung von Siedlungsflächen und der Ausbau der Infrastruktur sind die Hauptgründe für die dramatische Entwicklu...
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Eine zweite Reihe Obstbäume haben die Mitglieder des Gartenbauvereins Windischenhaig und Umgebung auf der städtischen Ausgleichsfläche am Ortseingang gepflanzt.  Foto: Jürgen Valentin
Eine zweite Reihe Obstbäume haben die Mitglieder des Gartenbauvereins Windischenhaig und Umgebung auf der städtischen Ausgleichsfläche am Ortseingang gepflanzt. Foto: Jürgen Valentin

Um rund 70 Prozent ist seit 1965 die Anzahl der Streuobstwiesen zurückgegangen. Die Erweiterung von Siedlungsflächen und der Ausbau der Infrastruktur sind die Hauptgründe für die dramatische Entwicklung. Heute wird vielen bewusst, dass sich dies äußerst negativ auf das Ökosystem auswirkt. Denn mit dem Verlust der Streuobstwiesen wurde auch der Lebensraum für rund 5000 Tier- und Pflanzenarten in eklatanter Weise eingeschränkt oder gar zerstört.

Diesem negativen Trend soll nun entgegengewirkt werden. So hat Landwirtschaftministerin Michaela Kaniber (CSU) eine bayernweite Initiative zur Neuanlage von Streuobstwiesen gestartet. Grundeigentümer sollen durch großzügige Fördergelder zum Mittun motiviert werden. In Windischenhaig erkannte man schon lange vor derartigen Maßnahmen die Zeichen der Zeit. So "veredelte" der Gartenbauverein die städtischen Ausgleichsflächen  am Ortseingang aus Richtung Katschenreuth schon vor geraumer Zeit durch die Pflanzung etlicher Bäume.

Auf Initiative von Kassier Arnd Sesselmann, zugleich Gartenbautechniker und Sachverständiger, wurden auf dem Areal zudem ein Insektenhotel und eine Infotafel aufgestellt. Nun hat es nicht nur auf der kommunalen Ausgleichsfläche, sondern auch auf einer weiteren vom Gartenbauverein betreuten Streuobstwiese zwischen Windischenhaig und Ameisloch Zuwachs gegeben. Insgesamt 20 Bäume - fünf spendete das Amt für Landwirtschaft in Kulmbach, die restlichen 15 finanzierte der Gartenbauverein - haben  die Mitglieder gepflanzt. Beim Ausheben und Verfüllen der Pflanzlöcher, dem fachgerechten Einbringen der jungen Bäume inklusive Kompost sowie dem Befestigen am Pfahl und der Ummantelung mit einer Schutzmanschette wurden sie von den "Gartenwichteln" tatkräftig unterstützt.

Interessierter Beobachter war Bürgermeister Ralf Hartnack (WGK), der das Engagement des Vereins herausstellte: "Wir von der Stadt Kulmbach sind natürlich sehr dankbar. Der Gartenbauverein übernimmt ja auch während der Anwuchsphase die notwendigen Pflegemaßnahmen." Nach getaner Arbeit gab es für alle Helfer bei der Familie Engel eine Brotzeit. Val.

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