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Gartenbauer feiern die Neugründung

Im März 1977 trafen sich 18 Leute, um den Obstverein Rothensand, Groß- und Kleinbuchfeld, um den es sehr ruhig geworden war, wieder neu aufleben zu lassen. ...
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Gruppenbild mit den geehrten Mitgliedern Foto: privat
Gruppenbild mit den geehrten Mitgliedern Foto: privat
Im März 1977 trafen sich 18 Leute, um den Obstverein Rothensand, Groß- und Kleinbuchfeld, um den es sehr ruhig geworden war, wieder neu aufleben zu lassen.
Gegründet worden war der Verein bereits 1926 von weitsichtigen Obstbauern unter Führung von Georg Dottweich. Sie erkannten den Wert des Zusammenschlusses und der Organisation der Obstbauern, die damals mehr als heute auf den finanziellen Ertrag ihrer Erzeugnisse angewiesen waren. Sie sprachen über die notwendigen Maßnahmen zur Förderung des Obstbaues, insbesondere der Sortenverbesserung, die Baumzüchtung und Baumpflege und die Schädlingsbekämpfung. Mit seinen 22 Mitglieder überstand der Verein das Dritte Reich und nahm seine Arbeit 1946 wieder auf.
Mitgründer und Erster Vorsitzender Georg Dotterweich wurde dank seines unermüdlichen Einsatzes für die Vereine sogar zum Kreisvorsitzenden ernannt. Er soll damals persönlich nach München gefahren sein, um sich gegen die Baumsteuer, die der bayerische Staat erheben wollte, zu wehren - mit Erfolg. Die Steuer wurde nie eingeführt.
In den kommenden Jahren wurde es dann etwas ruhig um den Verein. Bis sich 1977 18 Interessenten in der Gastwirtschaft Fischer trafen und eine sogenannte Neugründung vornahmen. Der Verein nannte sich "Obst- und Gartenbauverein Rothensand, Groß- und Kleinbuchfeld". Die Verschönerung der Heimat und Dörfer durch Blumen, Sträucher und Bäume war ein ernstes Anliegen dieser Zeit.
Die Wiederbelebung brachte rasche Erfolge, junge Menschen, vor allem Frauen, traten in den Verein ein. Die Jahre darauf leiteten Michael Holzmann, Ludwig Weber, Robert Renner sowie Anneliese Brehm, Brigitte Renner, Andrea Burkard und Adele Roppelt den Verein. Doch dann folgten weniger gute Jahre, die Wahlperioden mussten verkürzt werden, um die Durststrecke zu umgehen und einer drohenden Auflösung des Vereins entgegenzuwirken. Ehrenvorsitzender Ludwig Weber, Erwin Burkard, Sabine Kahlke und Georg Friedel schafften es, die Durststrecke zu überbrücken.
Anläßlich eines Ehrungsabend zur Wiederbelebung des Vereins vor 40 Jahren konnte Erster Vorsitzender Georg Friedel, der seit Februar 2016 den Verein leitet, viele langjährige Mitglieder begrüßen. Insgesamt konnten an 54 Mitglieder Urkunden für jeweils über 25-jährige Vereinszugehörigkeit überreicht werden. Mit großer Freude konnte der Vorsitzende an fünf Mitglieder, die 1977 für die Wiederbelebung gekämpft hatten, die Urkunden persönlich überreichen. Eine besondere Ehre gebürt Ludwig Weber, der nicht nur 2001 zum Ehrenvorstand ernannt worden war, sondern dem Verein seit 53 Jahren die Treue hält. Dem Ehrungsabend schloss sich ein Weinfest mit Musik und Tanz an. red

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