Weismain
weismain.inFranken.de  50 Interessierte folgten der Einladung zum ersten Weismainer "Gartengespräch" in der Umweltstation.

Garten und Natur im Kastenhof erlebt

Eine Umweltstation, die ganz toll in Schuss ist, konnte Gartenkreisfachberater Michael Stromer 50 Teilnehmern beim ersten Weismainer "Gartengespräch" präsentieren. Trotz kühler Witterung waren diese d...
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Kreisfachberater Michael Stromer erklärt die Gartenlitfaßsäule  Foto: Roland Dietz
Kreisfachberater Michael Stromer erklärt die Gartenlitfaßsäule Foto: Roland Dietz

Eine Umweltstation, die ganz toll in Schuss ist, konnte Gartenkreisfachberater Michael Stromer 50 Teilnehmern beim ersten Weismainer "Gartengespräch" präsentieren. Trotz kühler Witterung waren diese der Einladung zu einem informativen und zwanglosen Austausch nach Weismain gefolgt. So mancher war erstaunt, was im und um das ehemalige Jagdhaus im Kastenhof rund um Garten und Natur erlebbar ist. In kurzweiligen 90 Minuten wurde dies von Michael Stromer und seinen Mitarbeiterinnen den Gästen erklärt.

Den Garten an sich bezeichnete Michael Stromer als etwas Wunderbares. Er werde schon in der Entstehungsgeschichte der Welt sehr gepriesen. Deshalb sei es wichtig, die Lust auf den Garten und seine Vergnüglichkeiten zu wecken. Leider komme es nicht mehr so oft vor, dass an großen Gartenbäumen Schaukeln zum Vergnügen hängen. Bäume wie die im Kastenhof stehende 300 Jahre alte Linde seien nicht zuletzt Zeitzeugen.

Der Kulmbacher Kreisfachberater und Lyriker Friedhelm Haun ließ da eine ganz andere Stimmung aufkommen. "Maienfrischgrünend wird man die Linde jetzt finden und Bienen und Hummeln sieht man sich dort tummeln." Bei seinen poetischen Gedichten, die die Gartengespräche begleiteten, konnte man seine Ehrerbietung gegenüber der Natur erkennen.

Seit einem Jahr gibt es im Kastenhof Hochbeete, erklärte Stromer. Vorteil sei, dass diese transportabel sind. So stellte die Mitarbeiterin der Umweltstation, Karin Braun, lettische Bohnen im Hochbeet vor. Sie sind eiweißreich und leicht verdaulich.

Noch mehr ins Blickfeld rückte sie die ausgesäte Rote Bete. Sie ist reich an Inhaltsstoffen, noch intensiver ist das bei ihren Blättern. Sehr gut verwendbar sind die Blätter für Smoothies, Eintopf oder Salate.

Im Garten stellte der Kreisfachberater die lokale Birnensorte "Staffelsteiner Beckenbirne" vor. Sie ist in Baumschulen kaum erhältlich. Ihre wohlschmeckende Frucht eignet sich zum einmachen oder selbst zum Brennen von Likören und Schnäpsen. Gut informiert waren alle im Kräutergarten beim Giersch. Giersch gilt bei Gärtnern oft als lästiges Unkraut. Andererseits ist Giersch ein wohlschmeckendes Wildgemüsekraut. Salate, Pesto, Brotaufstrich und sogar als Limonade darf der vitaminreiche Giersch in keiner Gartenküche fehlen.

Umweltstationsmitarbeiterin Kerstin Schmidt stellte sich als junge Imkerin vor. Imkerei kann auf Probe betrieben werden und die sechs Imkervereine im Landkreis geben gerne Auskunft für Einsteiger. Weiter erklärte sie den Unterschied zwischen Wald- und Honigbienen.

Sehr angetan waren alle auch beim kurzen Besuch der Gärtnerei Kunstmann, wo Juniorchef Christian mit allerlei Wissenswertem aufwartete. Wichtig sei in Gartenangelegenheiten eine gewisse Ausgeglichenheit. Obst- und Gemüseanbau sind ohne chemische Mittel durchaus möglich, bei Blumenaufzucht in der Gärtnerei ist es sehr schwer. Blattläuse sind oft ein extremer Schädling, der nur schwer zu bekämpfen ist.

Falsche Düngung kann alles schnell zunichte machen. Robuste Rosensorten produzieren kaum Duft. Trotzdem waren alle von den sonstigen Düften angetan. Mit köstlichen Kräuterbelegten Fladenbroten aus dem Holzbackofen von Maria Püls und den delikaten Kräuterbrotaufstrichen mit frischem Bauernbrot ließen alle den Abend ausklingen. Am 30. Juli findet das 1. Grundfelder Gartengespräch statt. rdi

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