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FWG wird Zweiter im Bayernfinale

"Ich habe den allergrößten Respekt für die in allen Spielen gezeigte tolle Leistung unserer jungen Mannschaft. Der gelebte Teamgeist macht diese Truppe zu Recht zur zweitbesten Mädchenmannschaft im ba...
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FWG-Teamchef Stefan Rose war zu Recht stolz auf seine Fußball-Mädchen der Wettkampfklasse II, die sich in diesem Schuljahr erst im Landesfinale geschlagen geben mussten.  Foto: Matthias Schneider
FWG-Teamchef Stefan Rose war zu Recht stolz auf seine Fußball-Mädchen der Wettkampfklasse II, die sich in diesem Schuljahr erst im Landesfinale geschlagen geben mussten. Foto: Matthias Schneider

"Ich habe den allergrößten Respekt für die in allen Spielen gezeigte tolle Leistung unserer jungen Mannschaft. Der gelebte Teamgeist macht diese Truppe zu Recht zur zweitbesten Mädchenmannschaft im bayerischen Schulsport." Stefan Rose, seit Jahren Betreuer diverser Fußballmannschaften am Frankenwald-Gymnasium, stand hinsichtlich des großartigen Erfolgs der Fußball-Mädchen der Wettkampfklasse II der Stolz förmlich ins Gesicht geschrieben. Auch wenn sie kurz zuvor im Bayernfinale der Realschule Herrsching mit 1:3 unterlegen waren, durften sich die von ihm betreuten Fußballerinnen dennoch als zweitbestes Schulteam Bayerns feiern lassen.

Austragungsort des Bayernfinales war in diesem Jahr Ergolding. Aus allen Altersklassen und allen Schultypen kamen insgesamt knapp 200 talentierte Sportlerinnen und Sportler zusammen, um die Krone des bayerischen Schulsiegers in insgesamt sieben Startklassen auszuspielen. Dabei ging es für die Mädchen des Frankenwald-Gymnasiums darum, sich bei den Jahrgängen 2003 bis 2005 für den Bundesentscheid in Berlin im September zu qualifizieren.

Nach der Begrüßung durch Thomas Glatzeder, dem für das Turnier zuständigen Mitarbeiter bei der Bayerischen Landesstelle für den Schulsport, und Kultusstaatssekretärin Anna Stolz hieß es, sich bei angenehmen 24 Grad auf Betriebstemperatur für den Wettstreit mit den Mädchen aus Herrsching zu bringen. Zu Beginn der Spielzeit von 2x35-Minuten zeigte sich die taktische Vorgabe von Teamchef Rose: Aus einer gefestigten Abwehr heraus zu schnellen Gegenstößen kommen - das war die Devise für den ersten Spielabschnitt. Als noch in der Startviertelstunde aus einer Kombination mit Saskia Elsner heraus Angelina Malsam zum 1:0 einschieben konnte, schien die Taktik aufzugehen.

Doch wer nun einen Sturmlauf der Oberbayerinnen und damit Konterfußball der FWG-Mädels erwartete, sah sich getäuscht. Taktisch extrem geschickt und äußerst diszipliniert agierten die Mädels vom Ammersee aus zwei tief stehenden Dreierketten heraus. Mit steilen Pässen in die freien Räume wurde flott nach vorne gespielt, so dass die FWG-Torsteherin Jana Koller ein ums andere Mal in höchster Not klären musste. So war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann es zum Ausgleich kommen würde.

Durch eine 5-Minutenstrafe für die Mädels aus den Voralpen bekamen die FWG-Mädels um Spielmacherin Antonia Lang das Spiel wieder etwas besser in den Griff. Doch gerade als die Zeitstrafe abgelaufen war, gelang es den Südbayerinnen, durch eine feine Einzelleistung zum 1:1 auszugleichen.

Danach entwickelte sich ein munteres Spiel, wobei die größeren Spielanteile eindeutig bei den ballsicheren und körperlich robust zu Werke gehenden Herrschinger Mädchen lagen. Durch permanenten Druck und fehlende Wechselmöglichkeiten im defensiven Bereich gerieten die jungen Damen aus der "Frankenwald-Metropole" sogar 1:3 ins Hintertreffen, die Luft war raus.

"Auch wenn die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff natürlich groß ist, werden die Spielerinnen sicher bereits in ein paar Tagen feststellen, was für eine tolle Reise sie in diesem Schuljahr zurückgelegt haben", so Stefan Rose auf der Heimreise nach Kronach. mts

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