Ebern
Kommunalwahl

FWE wollen treibende Kraft in Ebern werden

Die Weichen in Richtung Stadtratswahl 2020 stellten die Freien Wähler Ebern (FWE) im Rahmen einer mehrstündigen Klausur in der alten Schule in Reutersbrunn. Dabei stellten sich 19 Kandidaten vor, die ...
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Die Weichen in Richtung Stadtratswahl 2020 stellten die Freien Wähler Ebern (FWE) im Rahmen einer mehrstündigen Klausur in der alten Schule in Reutersbrunn. Dabei stellten sich 19 Kandidaten vor, die ein repräsentatives Spiegelbild der Stadtgesellschaft abbilden. Vertreter aus vielen Stadtteilen sowie der Kerngemeinde mit Altstadt und Siedlungsgebieten, alle Altersschichten von 27 bis 61 Jahren sowie Berufsgruppen vom Landwirt bis zum Diplom-Ingenieur bei Weltfirmen, vom Polizeibeamten bis zum Redakteur.

Im Vorfeld zur offiziellen Nominierungsversammlung, die für 27. November angesetzt ist, erfolgte unter der Moderation von Thomas Stegner problemlos und harmonisch eine Reihung der Kandidaten ohne jegliche Kampfabstimmung, wie die FWE mitteilten. Ein Listenplatz blieb dabei noch offen, ebenso die Entscheidung, ob die Freien Wähler auch einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken. Der Vorsitzende Thomas Limpert sagte dazu, dass es für einen FWE-Bürgermeisterkandidaten aufgrund der bisher bekannten Konstellation "eine hohe positive Wahrscheinlichkeit gibt, dass er berechtigte Chancen hat". Dennoch solle "nicht um jeden Preis ein Bewerber ins Rennen geschickt werden".

Die Kandidaten (in alphabetischer Reihenfolge): Philip Arnold, Ingo Heinemann, Oliver Höhn, Ralf Kestel, Frank Klehr, Andreas Leibold, Marcel Leibold, Thomas Limpert, Andreas Mölter, Hermann Müller, Janina Reuter-Schad, Martin Schmitt-Zehendner, Martin Schleicher, Katrin Schor, Manfred Schwarz, Sven Steffan, Britta Travain Schüll, Walter Ulrich, Michael Wüstenberg. Für den Kreistag haben sich bisher zwei Bewerber zur Kandidatur bereiterklärt.

Schwerpunkte

Besprochen wurden auch die Schwerpunktthemen, die in den nächsten Wochen bis zur Wahl im März 2020 aufgegriffen werden sollen, wobei mit mehreren Aktionen neue Wege zur konkreten Bürgerbeteiligung eingeschlagen werden, um Mitsprachemöglichkeiten und Transparenz zu schaffen.

Ganz klar positionierten sich die FWE-Kandidaten bei dem Punkt, dass "wir keine Allianz gegen irgendjemanden schmieden werden". Vorrangiges Ziel sei, die bisher aus drei Stadträten und einem Ortssprecher bestehende Stadtratsfraktion um möglichst viele Kandidaten zu erweitern. So können die FWE von der Rolle als Mehrheitsbeschaffer herauszuschlüpfen, um zu einer treibenden Kraft zu werden, die für positive Veränderungen in der Stadtpolitik, auch in Zeiten geringerer Finanzausstattung, eintritt. Um dies zu erreichen, wurden mehrere pragmatische Zielsetzungen angesprochen. Thomas Limpert in seinem Rückblick: "Wir haben schon als kleine Fraktion Qualität in den Stadtrat gebracht; das wollen wir nun weiter ausbauen; die Kandidaten auf unserer Liste bieten beste Voraussetzungen dafür."

Als weiteren Termin kündigten die Freien Wähler für Freitag, 8. November, um 16 Uhr eine Betriebsbesichtigung des Michelin-Werkes im Hallstadt an, dessen angekündigte Schließung zum Januar 2021 für heftige politische Diskussionen sorgt. Auswirkungen auf über 800 Beschäftigte werden befürchtet. red

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