Untersteinach
Kommunalpolitik

FW-WGU will Probleme konstruktiv lösen

Vorsitzender Helmut Bergmann betonte bei der Mitgliederversammlung der FW-WGU, dass es der Gruppierung ausschließlich darum gehe, das Beste für Untersteinach zu erreichen. "In Untersteinach dauert all...
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Vorsitzender Helmut Bergmann betonte bei der Mitgliederversammlung der FW-WGU, dass es der Gruppierung ausschließlich darum gehe, das Beste für Untersteinach zu erreichen. "In Untersteinach dauert alles neun Jahre", schilderte er seine Erfahrung mit der Politik in der Kommune. Damit gehe nichts oder alles nur langsam voran. Ein Beispiel: "Die Hummendorfer Brücke war schon vor neun Jahren beschlossen und für 300 000 bis 400 000 zu haben; jetzt haben wir sie endlich, aber für den dreifachen Preis."

Man höre ständig, dass die Gemeinde überlastet sei, so Bergmann. Deshalb könne es heuer auch keine Sitzung des Abwasserzweckverbands geben. Die Kommune sollte die günstigen Zinsen nutzen, um die drängenden Probleme wie Wasserversorgung und Straßensanierungen zu lösen.

Ähnlich äußerte sich Markus Weigel. Nach der Abtrennung der Untersteinacher Bürgergemeinschaft sei er einzig verbliebener Gemeinderat der FW. Seine stets gut recherchierten Anträge würden im Gremium abgelehnt - wohl aus Prinzip, mutmaßte er. Er erinnerte an die lange, kleinliche Diskussion über seinen Antrag, ein barrierefreies Rathaus zu schaffen.

Er sei einst angetreten, um Untersteinach zum Positiven zu verändern, sehe jedoch, dass er ständig nur gegen Wände laufe. Bürgermeister Volker Schmiechen setze sich mit den FW-Vorschlägen gar nicht auseinander, bedauerte Weigel.

"Die Wahl ist abgehakt"

Den Vorwurf, er hätte das Ergebnis der Kommunalwahl noch nicht verkraftet, wies er zurück: "Die Wahl ist abgehakt, auch die Swimmingpool-Affäre. Wir sollten jetzt konstruktiv an den Problemen arbeiten, die gelöst werden müssen."

Klaus Purucker forderte die FW-WGU auf, "im Team weiterzukämpfen". Steter Tropfen höhle den Stein. Für Helmut Bergmann ein schwieriges Unterfangen, wenn es seitens der SPD im Gemeinderat nur Ablehnung und seitens der CSU kein Interesse an einer Zusammenarbeit gebe.

Ein Statement zum "Erhalt des Brunnens Pressecklein" gab Tobias Eichner ab. "Leider bekommen wir immer wieder Steine in den Weg gelegt. Nicht nur von der Gemeindeverwaltung", sagte er.

Appell an den Landrat

Er bat die Freien Wähler um Unterstützung und sprach "insbesondere Landrat Klaus Peter Söllner an, der ... auch in diversen Gremien positioniert ist, in welchen er mit seinem Einfluss eine Menge Positives bewirken könnte". Eichner lud Söllner dazu ein, "sich einmal sachlich mit der Thematik ,lokale Wasserversorgung‘ zu beschäftigen".

Tobias Eichner, Klaus Orbitz, Klaus Purucker, Saskia Bergmann, Edeltraut Pöhlmann und Inge Bergmann wurden in den erweiterten Vorstand gewählt. Bestätigt wurden Helmut Bergmann als Vorsitzender, Markus Weigel als sein Stellvertreter, Inge Ramming als Schriftführerin und Werner Ramming als Kassier. klk

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