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Mainleus

Fußballer findet Jesus

Der Ex-Kicker Manuel Bühler erzählte im Kinderhort Mainleus, wie er nach seinem Karriere-Aus Trost im Glauben fand.
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Die Jungs bekamen eine von Manuel Bühler signierte "Kicker-Bibel" als Geschenk. Foto: Reißaus
Die Jungs bekamen eine von Manuel Bühler signierte "Kicker-Bibel" als Geschenk. Foto: Reißaus

Anstatt einer Familienwanderung hatte man sich im Mainleuser Kinderhort etwas ganz Spektakuläres ausgedacht und am Donnerstagnachmittag Manuel Bühler eingeladen, damit er den Kindern und ihren Eltern von seinem Lebenstraum Fußballprofi und seinem Schicksal erzählt.

Manuel Bühler hatte seinen Traum vom Profifußballer fast verwirklicht. Doch dann musste der ehemalige Spieler des 1. FC Nürnberg und von 1860 München seine Karriere bereits in jungen Jahren aufgrund zahlreicher Verletzungen in Knie- und Sprunggelenken aufgeben. Sein christlicher Glaube hat ihm dabei geholfen, diesen schweren Rückschlag zu überwinden. Und so studierte Manuel Bühler Theologie. Heute ist der 27-Jährige mit der christlichen Sportlerorganisation SRS unter anderem in Schulen unterwegs, spricht mit den Kindern und Jugendlichen über sein Leben als Sportler, über eine gute Lebensplanung und über seinen christlichen Glauben als Wertebasis.

Erzieherin Gertrud Gareis hatte die Idee zu diesem Nachmittag: "Wir hatten mal an einem Nachmittag ein Fußballspiel, und da waren die Kinder alles andere als nett zueinander. Als ich an einem Sonntag in einem Fernsehgottesdienst Manuel Bühler gesehen hatte, wusste ich, genau das ist es, was unsere Kinder mal brauchen, um den Wert des Lebens zu erkennen und zu lernen, wie man miteinander umgeht."

Bühler erzählte im Hort, dass er im Alter von gerade mal sechs Jahren unbedingt in einen Fußballverein eintreten wollte, und der Tag, an dem ihn sein Vater anmeldete, war etwas ganz Besonderes für ihn: "Niemand sonst in meiner Familie war besonders an Fußball interessiert, aber für mich war Fußball alles. Trotz christlichem Elternhaus hatte ich nie einen Draht zum religiösen Leben. Ich ging zwar in die Kirche, aber nur, um meinen Vater zufriedenzustellen. Ich fand es langweilig, und für mich war Gott jemand, der Regeln für Menschen aufstellte, damit wollte ich nicht viel zu tun haben."

Eine schwere Zeit

Über den SSV Reutlingen kam Bühler schließlich zum 1. FC Nürnberg. Das erste Jahr lief super für ihn, und er wurde sogar zum Kapitän bestimmt. In der A-Jugend wechselte dann der Trainer, und Bühler wurde kaum mehr aufgestellt: "Es begann eine schwere Zeit für mich, und zeitweilig verging mir die Freude am Fußball."

Parallel zum Sport besuchte er die Staatliche Fachoberschule in Nürnberg, und auf der Suche nach einem Nachhilfe-Lehrer kam er in Kontakt mit SRS. Ein Mentor der Organisation erzählte ihm von der Idee, Glaube und Sport zu verbinden.

Die Beziehung zu Jesus wurde dann nach seinem Karriereende besonders wichtig: "Sie hat mich verändert und meinem Leben eine neue Perspektive geschenkt. Jesus ist mein treuer Begleiter, mit ihm bin ich nie alleine. Ich darf ihm vertrauen, auch wenn es mal anders läuft, als ich es mir vorstelle. Er nimmt mich an, so wie ich bin."

Dekan Hans Roppelt zog am Ende ein begeistertes Fazit: "Manuel Bühler ist wunderbar auf die Kinder eingegangen und machte ihnen deutlich, dass sie stolz sein können, wenn sie was Besonderes können, zum Beispiel als Profi Fußball zu spielen, aber dass der Einzelne auch wertvoll ist, wenn er dies nicht mehr kann."